Europas Leitbörsen uneinheitlich - Euro-Stoxx-50 plus 1,0%

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Erholungsversuche an Europas Börsen
 © DPA, Hannes P Albert, Apa
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Nach dem schwachen Wochenstart war Dienstagfrüh an den europäischen Börsen keine einheitliche Richtung auszumachen. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 gewann 1,0 Prozent auf 5824,04 Punkte, der Frankfurter DAX stieg 0,9 Prozent auf 24.208,58 Zähler. Außerhalb der Eurozone verlor der FTSE-100 in London 0,9 Prozent auf 10.266,67 Einheiten.

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Im Nahost-Krieg gibt es eher Zeichen der Eskalation statt Entspannung. Das von den USA initiierte "Projekt Freiheit" zielt darauf ab, die Straße von Hormuz wieder für die Schifffahrt freizumachen. Irans Außenminister bezeichnete es auf der Plattform X als "Projekt Sackgasse". Die Ölpreise bleiben auf hohem Niveau.

Eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) zum Auslandsgeschäft deutscher Unternehmen zeigt, dass der Irankrieg Spuren hinterlässt. "Die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung hat sich zerschlagen", sagte der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, am Dienstag unter Verweis auf eine neue Umfrage. "Die Weltwirtschaft steckt im Krisenmodus, das bekommen die Unternehmen unmittelbar zu spüren." Am stärksten betroffen sind wenig überraschend deutsche Unternehmen, die in der Golf-Region aktiv sind.

Im Augenblick bewerten in der DIHK-Umfrage 39 Prozent der Betriebe ihre Lage als gut, 48 Prozent als befriedigend, 13 Prozent als schlecht. Damit fällt das Bild im Vergleich zur vorherigen Umfrage im Herbst 2025 sogar leicht besser aus. Unter anderem hat sich die Stimmung in China und den USA aufgehellt.

Unter den Einzelwerten stehen in Frankfurt nach Geschäftszahlen Rheinmetall und Fresenius Medical Care (FMC) im Blick. Die Resultate von Rheinmetall lägen unter den Markterwartungen, schrieb Analyst David Perry von JPMorgan. Der Rüstungskonzern habe dies mit zeitlichen Effekten begründet und seine Jahresziele bestätigt. Die Anleger seien aber inzwischen weitaus kritischer als zwischen 2022 und 2025, was die Umsetzung der Ambitionen anbelange. Rheinmetall legten trotz allem 2,3 Prozent zu.

Beim Dialyseanbieter FMC dämpften im ersten Quartal steigende Kosten und negative Wechselkurse die Gewinnentwicklung. Die Papiere rutschten um 4,3 Prozent ab.

Die um die Commerzbank buhlende italienische Großbank Unicredit hat zum Jahresauftakt mehr verdient als erwartet. Der Überschuss sei um 16 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gestiegen, teilte die im Euro-Stoxx-50 notierte Bank mit. Das ist der höchste Quartalsgewinn in der Geschichte der Bank. Experten hatten mit einem Überschuss auf Vorjahreshöhe gerechnet. Die Erträge legten um fünf Prozent auf 6,9 Milliarden Euro zu. Damit übertraf die Bank ebenfalls die Erwartungen. Unicredit bauten 3,1 Prozent auf.

Der Strategiewechsel beim Modekonzern Hugo Boss hat im ersten Quartal zu einem Gewinneinbruch geführt. Bei einem Umsatzrückgang um sechs Prozent auf 905 Millionen Euro sank das operative Ergebnis (EBIT) um 41 Prozent auf 35 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Konzern begründete dies mit gezielten Maßnahmen im Rahmen seiner neuen Strategie, die den langfristigen Markenwert stärken soll. An seiner Prognose für das Gesamtjahr hielt das Management fest. Die Aktien des Modekonzerns gewannen 4,4 Prozent.

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