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Der Frankfurter DAX gewann 0,14 Prozent auf 25.439 Einheiten und bewegt sich damit weiterhin über der 100-Tage-Linie, die als Indikator für den mittel- bis längerfristigen Trend gilt. Der Londoner FTSE 100 steigerte sich um 0,34 Prozent auf 10.694 Zähler.
Tendenziell stützend wirken die Überseevorgaben, denn an der Wall Street wurden im späten Handel die Verluste noch etwas reduziert. In Asien legten die Kurse an den meisten Handelsplätzen in der Früh leicht zu. Moderat positive Impulse geben die leicht sinkenden Ölpreise, wenngleich es keine wirklichen Fortschritte bei der Lösung der Konflikte im Nahen Osten gibt. Immerhin stellte US-Energieminister Chris Wright eine schnelle Wiederinbetriebnahme einer wichtigen Ölpipeline in Saudi-Arabien in Aussicht.
In einer Branchenbetrachtung in Europa präsentierten sich die Technologiewerte als stärksten Sektor. Die Papiere des Schwergewichtes ASML gewannen 2,5 Prozent. Beim Chipherstellers STMicroelectronics gab es ein Plus von 2,2 Prozent zu sehen.
Die Soitec-Papiere sprangen gar um mehr als elf Prozent in die Höhe auf 137 Euro. Hier beflügelte eine positivere Analystenmeinung. JPMorgan stufte die Aktie des Chipzulieferers von "Neutral" auf "Overweight" hoch und revidierte das Kursziel von 98 auf 200 Euro merklich nach oben.
Auch Öl- und Gaswerte standen in der Gunst der Anleger weit oben. Die Rohölnotierungen tendierten unverändert auf sehr hohem Niveau. Experten sehen die geopolitische Lage im Nahen Osten weiter als starken Preistreiber am Ölmarkt.
Gemieden wurden hingegen die Aktien von Autobauern. Hier bremsten die Renault-Anteilsscheine um 3,8 Prozent auf 28,41 Euro. Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für den französischen Autobauer mit einem Kursziel von 34 Euro auf "Hold" belassen. Volkswagen gaben um 2,8 Prozent nach.
Im Prozess der Übernahme durch die UniCredit setzten die Aktien der Commerzbank ihren guten Lauf fort und gewannen 1,2 Prozent hinzu. Ein Marktteilnehmer verwies auf Aussagen von Bankchefin Bettina Orlopp im Rahmen einer Fachkonferenz vom Vortag. Demnach erwarte sie einen höheren Zinsüberschuss im dritten Quartal, Gebührenwachstum und stabile Kosten.
Deutsche Bank Research hat das Kursziel für Anheuser Busch Inbev von 72 auf 79 Euro angehoben und die Aktien von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Die Aktie des weltgrößten Bierbrauers tendierte bei 68,76 Euro nur wenig verändert. Analyst Mitch Collett bleibt in Europa skeptisch für Spirituosenhersteller, selektiv bei Brauereien und optimistisch im Bereich Softdrinks.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON