
von
Auch an den europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen merklich nach oben. Wichtig für die Aktienmärkte ist vor allem, dass der Iran die Straße von Hormuz nun wieder für den Schiffsverkehr öffnen will. Die Ölpreise rutschten daraufhin deutlich ab. Die Meerenge ist einer der global wichtigsten Transportwege - nicht nur für Öl und Gas. Ihre Öffnung war die Bedingung der USA für eine Feuerpause.
Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene noch eine sehr dünne Meldungslage vor. Unter den Einzelwerten gab es aber einige beachtliche Kurssprünge nach oben zu sehen.
Spitzenreiter im prime-market-Segment der Wiener Börse war die Do&Co-Aktie mit einem Aufschlag von starken 17 Prozent. Knapp elf Prozent kletterte die FACC-Aktie hoch. Mehr als neunprozentige Zuwächse wiesen die Papiere von Wienerberger und voestalpine auf. AT&S, KapschTrafficCom, Palfinger, Raiffeisen Bank International und RHI gewannen jeweils mehr als sechs Prozent.
Belastet von der Ölpreisschwäche rutschte die OMV-Aktie hingegen fast fünf Prozent tiefer. Abwärts ging es auch für die Anteilsscheine der Energieversorger EVN und Verbund mit Kursrückgängen von 1,2 bzw. vier Prozent.
Andritz legten 5,6 Prozent zu. Der steirische Anlagenbauer Andritz hat einen Großauftrag aus der Türkei erhalten. Das Unternehmen liefert die komplette elektromechanische Ausrüstung für das neu geplante Wasserkraftwerk Cizre. Der Auftragswert liegt im unteren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/THEMENBILD/HANS PUNZ