Europas Leitbörsen schließen sehr fest, Euro-Stoxx-50 +1,95%

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Zuversicht für baldige Friedensvereinbarung im Iran-Krieg beflügelt
 © AFP, DANIEL ROLAND, Apa
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Neue Zuversicht für eine baldige Friedensvereinbarung im Iran-Krieg beflügelte am Pfingstmontag die europäischen Aktienkurse. Die USA stehen nach Angaben von Präsident Donald Trump in den Bemühungen um ein Ende des Kriegs vor einem Rahmenabkommen mit Teheran. Dies schürte Hoffnung auf eine Wiederöffnung der Straße von Hormuz und sorgte für deutlich sinkende Ölpreise.

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Während der Handel an den Leitbörsen in London und Zürich feiertagsbedingt pausierte, fand er an jenen in Frankfurt, Mailand und Paris statt. Der Euro-Stoxx-50 legte zum Sitzungsende um starke 1,95 Prozent auf 6.136,66 Punkte zu. Das Kursbarometer der Eurozone erreichte ein Mehrmonatshoch. Es folgte damit dem starken Wochenauftakt in Asien, den es vor allem in Japan gegeben hatte. Seine bisherige Bestmarke hatte der europäische Leitindex am 26. Februar bei knapp 6.200 Punkten aufgestellt.

Der DAX stieg in Frankfurt am Montag um 2,01 Prozent auf 25.389,10 Punkte. Der deutsche Leitindex machte die durch den Iran-Krieg bedingten Kursverluste wett und näherte sich seinem Mitte Jänner bei knapp 25.508 Punkten erreichten Rekordhoch.

Ein Rahmenabkommen sei "weitgehend" ausgehandelt, schrieb Trump am Wochenende auf der Plattform Truth Social. Der US-Präsident sprach von geordneten und konstruktiven Verhandlungen, dämpfte aber zunächst noch die Hoffnung auf einen ganz schnellen Durchbruch. Beide Seiten müssten sich Zeit nehmen, um keine Fehler zu machen.

"Die Märkte vollziehen derzeit einen raschen Wandel: Sie preisen nicht länger geopolitische Ängste ein, sondern eine potenzielle Friedensdividende", schrieb Marktbeobachter Stephen Innes von SPI Asset Management. Unter den Anlegern mache sich mit dem sinkenden Rohölnotierungen auch Hoffnung breit, dass die inflationstreibende Wirkung des Ölpreises nachlässt.

Aktien von Ölkonzernen konnten dem starken Umfeld nicht folgen, der Sektorindex Stoxx Europe-600 Oil & Gas zeigte sich in der Branchenwertung kaum verändert. Papiere von Repsol büßten 2,3 Prozent an Kurswert ein. TotalEnergies verbilligten sich um 1,3 Prozent und Eni um 1,1 Prozent.

Sehr stark profitierten dagegen Reisewerte von der Friedenshoffnung. Dies zeigte sich bei Fluggesellschaften wie Air France-KLM mit einem Kurssprung um 6,2 Prozent. Auch bei der angeschlossenen Flugzeugindustrie war die Kursentwicklung getrieben von der Entspannung: Neben den 2,8 Prozent höheren Airbus-Aktien waren jene des Zulieferers Safran im Euro-Stoxx mit 5,8 Prozent Plus führend. Die Titel von TUI und Lufthansa zählten mit Kursgewinnen von 4,9 bzw. 3,6 Prozent zu den Top-Werten im MDAX.

Die lange Gewinnerliste der Sektoren wurde im marktbreiten Stoxx Europe-600 außerdem von Banken, Autobauern, Bau- und Baustoffwerten, sowie Industriegüter- und Technologieunternehmen dominiert. Deren Sektorindizes schlossen jeweils mit mindestens 1,8 Prozent im Plus.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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