Europas Leitbörsen starten großteils im Minus

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Gewinnmitnahmen nach Kursrally zum Wochenstart
 © AFP, DANIEL ROLAND, Apa
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Die europäischen Börsen sind am Dienstag großteils mit Abschlägen in den Handel gestartet. Der Euro-Stoxx-50 fiel bis 10.15 Uhr um 0,76 Prozent auf 6.090,18 Punkte. Der deutsche DAX verlor 0,68 Prozent auf 25.217,68 Zähler. Gewinne gab es hingegen in London. Der britische FTSE stieg um 0,64 Prozent auf 10.533,34 Punkte.

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Nach der Kursrally zum Wochenstart dürften einige Anleger nun Gewinne mitnehmen. Trotz der aktuell etwas zugespitzten Lage im Iran-Krieg fielen die Gewinnmitnahmen zunächst aber moderat aus. Allerdings "wachsen schon wieder die Zweifel, ob es tatsächlich zeitnah zu einer schnellen und reibungslosen Einigung zwischen den Kriegsparteien kommen kann", warnte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.

Zuletzt hatten neue US-Angriffe gegen Ziele im Iran die Hoffnung auf ein Ende des Kriegs gedämpft. Zudem hat US-Außenminister Marco Rubio am Dienstag Reportern in Indien gesagt, dass die Verhandlungen noch "einige Tage in Anspruch nehmen" könnten. Derzeit würden beide Seiten über den Wortlaut eines ersten Dokuments beraten.

Kursbewegende Unternehmensnachrichten gab es am Dienstag kaum. In London stiegen Kingfisher-Aktien nach Meldung von Umsatzzahlen für das Quartal um 3,5 Prozent. Nordex-Aktien reagierten hingegen in Frankfurt nicht auf die Ankündigung eines Großauftrags und verloren 1,4 Prozent.

Ansonsten bewegten Analystenaussagen die Aktienkurse. Beim DAX-Konzern Merck KGaA mussten die Anleger nach der jüngsten Erholungsrally einen Rückgang um 1,9 Prozent auf 127,55 Euro verkraften. In der Einordnung des Bewertungsniveaus herrscht Unstimmigkeit zwischen Experten. Während Analyst James Vane-Tempest von der Investmentbank Jefferies die Aktien jetzt beim Kursziel von 129 Euro neu mit "Hold" einstuft, hält sie JPMorgan-Analyst-Richard Vosser immer noch für unterbewertet.

Impulse für die Börsen könnten noch die am Nachmittag anstehenden Daten zum US-Verbrauchervertrauen bringen. Die Analysten der Helaba werten die Vorgaben für die Daten negativ. So sind die Benzinpreise in Folge des Iran-Krieges weiter gestiegen. "In der Regel drückt dies auf das Gemüt der US-Verbraucher, zumal der US-Präsident immer wieder eine Verringerung der Teuerung versprochen hatte", schreiben die Helaba-Experten in ihrem Tagesausblick.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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