Wiener Börse nach Grönland-Wende auf Rekordhoch

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Trump setzt Zölle im Grönland-Streit aus
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Nach der Rücknahme der Drohung neuer US-Zölle im Grönland-Streit haben die Anleger am Wiener Aktienmarkt am Donnerstag wieder auf "risk on" geschaltet. Der ATX übersprang infolge erstmals die Hürde von 5.500 Punkten. Rund eine Dreiviertelstunde nach Sitzungsbeginn stand der Leitindex ATX 1,81 Prozent fester bei 5.508 Punkten. Für den ATX Prime ging es 1,79 Prozent auf 2.734 Zähler hoch. Klare Gewinne wurden auch an anderen europäischen Börsen verzeichnet.

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Bereits am Vortag hatte der ATX wie Aktien weltweit positiv darauf reagiert, dass US-Präsident Trump in seiner Rede in Davos eine Militäraktion zur Übernahme Grönlands ausgeschlossen hatte. Nach europäischem Börsenschluss kündigte Trump dann an, dass ein Rahmen für ein zukünftiges Abkommen entstanden sei und die Zölle gegen europäische Länder ausgesetzt seien. "Die Risikostimmung hellt sich auf, da die Zölle vom Tisch sind und die meisten Trends vom Beginn der Woche kehren sich um", kommentierte Commerzbank-Analyst Erik Liem.

Auch abseits der Geopolitik dürfte die Aufmerksamkeit am Berichtstag vor allem auf den USA liegen. Dort steht die Veröffentlichung des von der US-Notenbank Fed bevorzugten Inflationsmaßes PCE sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an. Hierzulande blieb die Meldungslage zu Einzelwerten ruhig.

Die Kursrally stand am Berichtstag dabei auf breitem Fuß - im Vormittagsgeschäft notierten alle Titel im Leitindex mit Kursgewinnen von mindestens 0,7 Prozent. Mit einem Zuwachs von vier Prozent weit oben zeigten sich die AT&S-Scheine, die von einer allgemein guten Stimmung für Halbleiterwerte mit KI-Bezug profitierten. Das Unternehmen kündigte zudem an, in seinem Leobener Standort zu investieren.

Klar fester zeigten sich auch die für den ATX wichtigen Bankwerte. Erste Group, BAWAG und RBI notierten mit Kursgewinnen zwischen 1,8 und 2,5 Prozent. Mit Aufschlägen von jeweils mehr als zweieinhalb Prozent stark erholt tendierten die Aktien von Lenzing, Porr und DO&Co.

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