
von
Im Fokus steht unverändert die faktisch gesperrte Straße von Hormuz. Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Meerenge als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet. Die Sperrung hält die Preise von Energieträgern wie Rohöl und Flüssiggas auf hohem Niveau. Das droht, die Inflation anzuheizen und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu bremsen. Aktien sind angesichts dieses Szenarios Experten zufolge mit hohen Risiken verbunden.
Daten zur Inflation im Februar gerieten in den Hintergrund. Die Inflationsrate lag in den Vereinigten Staaten wie von Analysten geschätzt bei 2,4 Prozent. Dabei wirkten sich Kosten für Energie noch dämpfend auf die allgemeine Preisentwicklung aus, da sich die Folgen des Iran-Kriegs mit den deutlich gestiegenen Ölpreisen erst in den kommenden Monaten zeigen werden.
Folglich sei das Februar-Datenmaterial in Anbetracht des im Zuge des Iran-Krieges gestiegenen Ölpreises ohnehin nicht mehr von allzu großer Bedeutung, schrieb Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. Wegen der Benzinpreisanstiege dürfte die Inflationsrate im März wieder ansteigen, erwartet der Ökonom.
Im frühen Handel schnellten die Aktien von Oracle um gut elf Prozent nach oben. Der Tech-Konzern kann hohe Investitionen in KI-Infrastruktur entgegen den Zweifeln an der Börse in Umsatzwachstum ummünzen. So stiegen die Erlöse aus dem Cloud-Geschäft im dritten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 44 Prozent auf fast neun Milliarden Dollar (7,7 Mrd. Euro).
Papiere von Nike verteuerten sich um zwei Prozent. Die Barclays Bank riet zum Kauf der Aktien. Sie lobte die jüngsten operativen Erfolge und das disziplinierte Management der Amerikaner.
Freude kam bei den Aktionären des Uniformverleihers Unifirst auf. Der Bekleidungshersteller Cintas übernimmt Unifirst und zahlt 310 US-Dollar je Unifirst-Aktie. Deren Kurs schnellte um sieben Prozent auf 275,29 Dollar nach oben. Cintas verloren im Gegenzug zwei Prozent.