Wiener Börse mit schwächerer Tendenz, ATX verliert 0,86 %

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Nach deutlichen Vortageszuwächsen beim heimischen Leitindex
 © HANS PUNZ, Apa
©HANS PUNZ, Apa
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag im Nachmittagshandel mit einer schwächeren Tendenz präsentiert. Der Leitindex ATX gab 0,86 Prozent auf 5.358,19 Punkte ab, nachdem er am Vortag mit der Hoffnung auf Verhandlungen zur Beendigung des Iran-Krieges noch starke 2,58 Prozent gewonnen hatte. Im Verlauf ging es nun europaweit mit den Kursen klar in den Minusbereich. Die Ölpreise legten zudem wieder merklich zu und schürten damit wieder Inflations- und Konjunktursorgen.

von

Die Schlagzeilen zum Nahost-Krieg beeinflussen die Finanzmärkte und sorgen für ein Wechselbad der Gefühle, schrieben die Helaba-Analysten. "Mal gibt es Phasen der Hoffnung und Zuversicht, mal Zeiten der Ernüchterung und Sorgen. Eines lässt sich schon jetzt sagen: Die Volatilität und Unsicherheit bleiben auch in den kommenden Tagen und Wochen erhöht", formulierten die Experten weiter.

Mit einer Zahlenvorlage rückte am heimischen Aktienmarkt die Porr ins Blickfeld. Die Aktie des Baukonzerns reagierte im Verlauf mit minus 2,9 Prozent. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr 2025 einen Gewinn von 136,7 Millionen Euro gemacht. Ein Plus von 25,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf das laufende Jahr 2026 blicke man zuversichtlich. Gegen steigende Energiepreise infolge des Iran-Krieges sei man vorerst preislich abgesichert. Im Fall eines längeren Konfliktes, könnten sich aber Auswirkungen auf die Materialpreise ergeben. Der Umsatz wurde 2025 um 1,7 Prozent auf rund 6,3 Milliarden Euro gesteigert. Der Auftragseingang stieg um 14,1 Prozent auf 7,8 Mrd. Euro.

"Die heute veröffentlichten Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 entsprachen weitgehend den Erwartungen, da Porr die wichtigsten vorläufigen Kennzahlen bereits am 4. März veröffentlicht hatte", schrieben die Analysten der Erste Group in einer ersten Einschätzung des Zahlenwerks.

Im Technologiebereich kamen die AT&S-Titel um 2,9 Prozent zurück. Am Vortag waren die Papiere des Leiterplattenherstellers in einem starken Sektor noch um mehr als elf Prozent hochgesprungen.

Die Papiere des Cateringunternehmens Do&CO büßten 2,8 Prozent an Kurswert ein. Der Mautausrüster KapschTrafficCom verbilligte sich um 2,9 Prozent. Die Titel des Kranherstellers Palfinger bauten ein Minus von 3,3 Prozent.

Unter den schwergewichteten Banken verloren Raiffeisen Bank International 2,7 Prozent. Erste Group verbilligten sich um 0,7 Prozent. Bawag gaben um 1,8 Prozent nach.

Die OMV-Anteilsscheine steigerten sich um 1,1 Prozent. Beim niederösterreichischen Ölfeldausrüster SBO gab es ein Plus von 1,3 Prozent zu sehen. Hier könnten die höheren Rohölpreise unterstützt haben.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HANS PUNZ

Über die Autoren

Logo
trend. Abo

Holen Sie sich trend. jetzt im bequemen Jahresabo!