Europas Leitbörsen etwas leichter, Euro-Stoxx-50 minus 0,48%

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Aber klares Wochenplus beim europäischen Referenzindex
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Die europäischen Leitbörsen haben am Freitag etwas leichter geschlossen. Marktbeobachter verwiesen auf eine Konsolidierungsbewegung nach den jüngsten Zuwächsen. Der Euro-Stoxx-50 gab 0,48 Prozent auf 6.293,13 Einheiten ab, verbuchte damit aber einen Wochengewinn von 1,7 Prozent.

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In Frankfurt ging der DAX um 0,16 Prozent leichter bei 24.985,82 Punkten ins Wochenende. Der britische FTSE-100 sank um 0,35 Prozent auf 10.363,27 Punkte.

Zudem liefen am sogenannten großen Verfallstag Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus, brachten aber keine großen Bewegungen mit sich. Vom "großen Verfall" sprechen Börsianer, wenn Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien am selben Tag verfallen. In den USA wird am Freitag feiertagsbedingt nicht gehandelt, Impulse von dort blieben aus.

Marktteilnehmer sind einerseits optimistisch hinsichtlich der Wiedereröffnung der für den Öltransport so bedeutenden Meerenge von Hormuz nach dem Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran, andererseits etwas skeptisch, ob das Abkommen von Bestand sein wird. Dass die für diesen Freitag in der Schweiz angedachte erste Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran zur Ausgestaltung des Rahmenabkommens abgesagt wurde, hinterließ in den Indizes keine Schäden.

Der Ölsektor unternahm als bester der Stoxx-600-Übersicht mit plus 0,8 Prozent einen Stabilisierungsversuch nach seiner jüngsten Schwäche im Zuge der gesunkenen Ölpreise. Am anderen Ende des Tableaus verbuchte der Sektor für Konsumgüterhersteller Verluste von 1,7 Prozent.

Für Aufmerksamkeit sorgte eine Warnung der US-Regierung an den Anlagenbauer ASML, dass eines seiner Systeme für Extrem-Ultraviolett-Lithografie (EUV) in China im Einsatz sein könnte. Die Niederländer erklärten prompt, dass sie weder die Anlagen noch Zubehör ins Reich der Mitte exportiert hätten. ASML-Aktien verloren 1,1 Prozent, nachdem sie tags zuvor einen neuerlichen Rekord erreicht hatten.

Im Autosektor zeigten sich die Papiere von Porsche und Mercedes-Benz mit bis zu 1,5 Prozent Plus erholt davon, dass zwei Tage lang eine Gewinnwarnung von BMW den Sektor belastet hatte. Ein Bericht im "Handelsblatt", wonach die EU Zölle auf chinesische Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge vorbereitet, wirkt laut dem UBS-Experten Patrick Hummel positiv.

Optimismus von JPMorgan trieb die Aktien von Vestas um 5,3 Prozent hoch. Analyst Akash Gupta platzierte in seiner Einschätzung zu dem dänischen Windkraftkonzern den Hinweis "Positive Catalyst Watch", womit er mit Blick auf bevorstehende Geschäftszahlen mit positiven Trends rechnet. So hält Gupta eine Anhebung der Jahresziele mit dem Halbjahresbericht Mitte August für wahrscheinlich.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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