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Die Blicke sind nach wie vor auf den Konflikt zwischen den USA und dem Iran gerichtet. Unsicherheiten diesbezüglich bewegten die Märkte, auch wegen steigender Ölpreise. Die USA bereiten mittlerweile eine beispiellose Verschärfung ihrer Sanktionen vor, um den Iran wirtschaftlich vollends zu isolieren. Außerdem meldete US-Präsident Donald Trump Ansprüche auf die für den Ölmarkt wichtige Straße von Hormuz an.
Bezüglich der Konjunktur werden heute laut Experten der Helaba die Marktteilnehmer die Aufmerksamkeit wohl vor allem auf den Empire-State-Index lenken, der am Nachmittag vorgelegt wird. Der Index ist auch Indikator für die US-Industrieproduktion, deren neue Zahlen morgen bekanntgegeben werden.
In Österreich hat der Papier- und Kartonhersteller Mayr-Melnhof die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Das Unternehmen hat heute bekanntgegeben, in Deutschland das Recyclingkartonwerk R.D.M. Arnsberg zu kaufen. Der Abschluss des Deals, der noch wettbewerbsrechtlich geprüft werden muss, wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. Die Transaktion wird von den Analysten der Erste Group Research negativ bewertet. Erklärt wird das damit, dass "das Engagement im Bereich "Board & Paper" zu einem Zeitpunkt erhöht, an dem diese Sparte in den Geschäftsjahren 2023, 2024 und 2025 ein negatives EBIT aufwies und weiterhin mit strukturellen Überkapazitäten, schwacher Preisgestaltung sowie starkem Wettbewerbsdruck zu kämpfen hat. Mayr-Melnhof-Aktien gaben bisher 1,1 Prozent ab.
An der Spitze des ATX lag SBO mit plus 1,2 Prozent. Die überwiegende Zahl der ATX-Werte fanden sich im Minus. Schlusslicht waren Wienerberger mit minus 2,5 Prozent. Entgegen dem europäischen Trend verloren die schwergewichteten OMV 0,4 Prozent. Leichte Abgaben verbuchten auch die Bankenwerte: BAWAG, Raffeisen Bank International (RBI) und Erste Group tendierten zwischen minus 0,2 und minus 0,1 Prozent.
Steyr Motors verloren im Segment direct market plus merklich um 13,8 Prozent. Grund: Der oberösterreichische Motorenbauer hat seine Geschäftsziele für das laufende Jahr gesenkt und die Prognose für 2027 ganz zurückgenommen. Als Grund für den Schritt nannte das börsennotierte Unternehmen am Montag Verzögerungen bei internationalen Rüstungsprojekten. Im ersten Halbjahr 2026 lag der vorläufige Umsatz mit 22,8 Mio. Euro knapp unter dem Vorjahreswert (23,1 Mio. Euro). Der detaillierte Halbjahresbericht folgt am Mittwoch.