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Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Präsidenten Massoud Pezeshkian hatten am Vorabend schon an den US-Börsen für Zuversicht und etwas Entlastung bei den Ölpreisen gesorgt. Medienberichten zufolge forderte Pezeshkian "Garantien" für ein Kriegsende. Irans Außenminister Abbas Araqchi sagte, er stehe im Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. US-Präsident Trump rechnet unterdessen mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf den Iran in zwei bis drei Wochen und kündigte eine "wichtige" Rede zum Stand des Krieges in der Nacht auf Donnerstag an.
Besonders stark nach oben ging es im Vormittagshandel mit AT&S. Die Aktien des Leiterplattenherstellers lagen mit einem Plus von 10,6 Prozent ganz oben im ATX. Gut gesucht waren auch die Bankwerte Erste Group und RBI und legten 3,7 bzw. 4,7 Prozent zu. Aktien des Airline-Caterers DO&CO stiegen um 6,1 Prozent. Europaweit fanden sich Aktien der Finanz- und Reisebranche, aber auch einige Technologiewerte unter den größten Gewinnern.
Zu den wenigen Verlierern im ATX zählten die Öl- und Energiewerte. Aktien des Ölfeldausrüsters SBO verloren zuletzt 1,8 Prozent. OMV-Aktien ermäßigten sich um 0,8 Prozent. Auch an deren Börsen in Europa waren Ölwerte die großen Verlierer. Die Rohölpreise kamen nach ihrem jüngsten Höhenflug mit den Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten am Mittwoch deutlich zurück. Der Preis für ein Fass der Referenzölsorte Brent fiel zeitweise unter die Marke von 100 Dollar, zu Wochenbeginn wurde Brent noch mit über 110 Dollar gehandelt.
Lenzing-Aktien verloren nach einer neuen Analysteneinschätzung 1,5 Prozent auf 23,40 Euro. Die Analysten der Berenberg Bank haben ihr Kursziel für die Aktien des heimischen Faserherstellers Lenzing bei 22,5 Euro belassen. Das Anlagevotum "Hold" wurde gleichzeitig bestätigt.
Kursrelevante Unternehmensnachrichten gab es am Mittwoch nicht. Auch die am Nachmittag gemeldeten US-Konjunkturdaten wirkten sich nicht merklich an den Börsen aus. Laut den vom privaten US-Jobvermittler ADP gemeldeten Daten ist die Zahl der Beschäftigten in der US-Privatwirtschaft im März stärker als erwartet um 62.000 gestiegen. Die ebenfalls veröffentlichten Daten zu den Einzelhandelsumsätzen zeigten ein Plus von 0,6 Prozent zum Vormonat.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER