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Das europäische Umfeld zeigte sich ebenfalls mit einer freundlichen Tendenz. Positiven Übersee-Vorgaben mit Rekordmarken bei einigen US-Börsenbarometern standen auf hohem Niveau verharrenden Ölpreisen gegenüber. "Derzeit setzen Marktteilnehmer auf fortgesetzte Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran", schrieben die Analysten der Helaba: "Die Risikobereitschaft ist gestiegen und die Renditen sind im Zuge rückläufiger Energiepreise gesunken."
Die Entwicklung der Energiepreise bleibt dabei ein zentraler Faktor für die Inflation. Der Ölpreisanstieg infolge des Iran-Krieges treibt die Teuerung im Euroraum spürbar nach oben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im März um durchschnittlich 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, womit das EU-Statistikamt Eurostat eine erste Schätzung leicht nach oben revidierte. Tendenziell positive Konjunkturdaten aus den USA hatten am Nachmittag keinen Einfluss auf die Aktienkurse.
Am heimischen Aktienmarkt gestaltete sich der Handel weitgehend impulsarm und mit überschaubaren Kursbewegungen. Eine Ausnahme waren die AT&S-Aktien, die sich mit plus sechs Prozent an die ATX-Spitze setzten. Europaweit profitierten Titel aus der Branche von starken Zahlen des taiwanesischen Schwergewichts TSMC. Bei AT&S kamen zudem zuletzt positive Impulse von Analystenseite. Sie blicken inzwischen auf einen Zuwachs von gut 130 Prozent seit Jahresbeginn zurück und sind damit heuer klarer Überflieger im heimischen Leitindex.
Außerhalb des ATX gaben Flughafen Wien nach Verkehrszahlen 0,8 Prozent ab. Trotz des Einbruchs des Verkehrs in die Region Naher und Mittlerer Osten verzeichnete der Flughafenbetreiber insgesamt ein höheres Passagieraufkommen. Zudem bestätigte das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr.