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"Der Nahost-Krieg bleibt auch in der verkürzten Handelswoche nach Ostern das beherrschende Thema an den Finanzmärkten. Nachrichten dazu werden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt", schreiben die Analysten der Helaba. Für Verunsicherung an den Märkten sorgen Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Er hatte gedroht, ohne einen Deal nach Auslaufen eines Ultimatums am Dienstagabend US-Zeit (02.00 Uhr MESZ am Mittwochmorgen) den Iran umfangreich anzugreifen. Der Iran hat laut diversen Medien einen sofortigen Waffenstillstand abgelehnt und besteht auf ein dauerhaftes Ende des Krieges.
Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst der Consorsbank, hält eine rasche Deeskalation für unwahrscheinlich. Die Risiken für die Energiepreise seien klar nach oben gerichtet, während die Märkte die kurzfristige Eskalationsgefahr weiterhin unterschätzten. "Für Anleger ist der Zeitpunkt noch nicht gekommen, die geopolitische Situation im Mittleren Osten ignorieren zu können."
Datenseitig sind die Augen auf den heute vom Analyseinstitut Sentix vorgelegten Konjunkturindikator gerichtet. Die erste Stimmungsumfrage des laufenden Monats dürfte laut der Helaba erneut nachgeben, sodass die Indikation für die bekanntere ZEW-Umfrage, die in der kommenden Woche ansteht, negativ wäre.
In Österreich hat heute der oberösterreichische Triebwerkshersteller Steyr Motors den Kauf des dänischen Marine-Spezialisten BUKH A/S abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilte, erwarb es 100 Prozent der Anteile an BUKH sowie der SLC Ejendomme ApS. Der Kurs der Steyr Motors-Aktie lag heute Vormittag bei 37,9 Euro.
Bestperformer im ATX Prime-Segment war FACC mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent. Unter den schwergewichteten Werten fanden sich OMV bei minus 0,4 Prozent. Bankenpapiere trugen den ATX mit Zuwächsen. BAWAG gewannen 1,0 Prozent, RBI ebenfalls rund ein Prozent und Erste Group 0,5 Prozent.