Wiener Börse am Nachmittag weiterhin schwächer

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Heimische Post an der Wiener Börse mit klaren Abschlägen
 © Roland Schlager, Apa
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Der Wiener Aktienmarkt hat sich angesichts der angekündigten US-Blockade der Straße von Hormuz am Montag weiter schwächer gezeigt. Am Nachmittag notierte der heimische Leitindex ATX mit einem Minus von 1,06 Prozent bei 5.752,13 Euro. Der ATX Prime gab um 1,06 Prozent auf 2.847,24 Zähler nach. Auch an den europäischen Leitbörsen wurden - mit Ausnahme von Ungarn - Abschläge verzeichnet.

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Die USA wollen nach den vorerst gescheiterten Friedensverhandlungen mit dem Iran am Nachmittag mit einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Blockade der Straße von Hormuz beginnen. Ab 16.00 Uhr MESZ werde die Passage für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen wollen, kündigte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X an. Laut "Wall Street Journal" erwägt Trump auch begrenzte Militärschläge, um die Gespräche wieder in Gang zu bringen. Die Ölpreise zogen prompt wieder an. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni lag zuletzt über 102 US-Dollar. Vor den Verhandlungen hatte der Preis noch bei 95,20 Dollar gelegen.

Die iranischen Streitkräfte bezeichneten die angekündigte Seeblockade als "Akt der Piraterie". Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim.

In Österreich öffnete das Wirtschaftsministerium am Montag ungeachtet der ausstehenden beihilferechtlichen Genehmigung der EU das Antragsportal für den Industriestrombonus. Insgesamt stellt der Bund für die Jahre 2025 und 2026 rund 150 Mio. Euro zur Verfügung. Die Anträge für das Jahr 2025 für Förderungen in Höhe von insgesamt 75 Mio. Euro können ab 13. April rückwirkend eingereicht werden. Anspruchsberechtigt sind etwa 60 heimische Unternehmen aus definierten Branchen wie der Papier- oder Stahlindustrie, die einen Stromverbrauch von mehr als einer Gigawattstunde (GWh) pro Jahr haben.

Die Aktie der österreichischen Post gab um mehr als sechs Prozent auf 33,80 Euro nach. Laut einem Marktbeobachter senkten die Analysten von Oddo BHF ihre Einstufung auf "Underperform" sowie ihr Kursziel von 31 auf 30 Euro.

Im Minus befanden sich im ATX auch die meisten heimischen Bauwerte. Porr verlor 2,69 Prozent. Wienerberger gaben um 1,50 Prozent nach, Strabag um 1,26 Prozent.

Unterstützung fand der heimische Leitindex durch SBO. Der heimische Ölfeldausrüster legte um 1,10 Prozent zu.

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