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Die Lage am Ölmarkt bleibt durch die weiteren gegenseitigen Angriffe im Krieg zwischen den USA und dem Iran angespannt. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde zuletzt über 97 US-Dollar gehandelt. Eine Kerngruppe aus sieben Mitgliedern des Ölförderverbands OPEC+ teilte am Wochenende mit, dass sie ihre Produktionsziele im Oktober nicht weiter anheben. Zudem fallen wegen eines Feiertags die US-Börsen als wichtiger Impulsgeber im weiteren Tagesverlauf aus.
"In einem Aufwärtsszenario, in dem sich die Angriffe auf Schiffe ausweiten und intensivieren, sehen wir Brent potenziell bei 120 Dollar", sagte Daan Struyven, Co-Leiter der globalen Rohstoffforschung bei der US-Investmentbank Goldman Sachs , in einem Interview mit Bloomberg TV.
In Deutschland sorgte zudem der Wahlsieg der Rechtsaußenpartei AfD in Sachsen-Anhalt und die Signalwirkung des Debakels der CDU für die Bundesregierung für Gesprächsstoff. Wichtiger für die Anleger sind aber die anstehenden Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) diese Woche und der US-Notenbank Fed in der nächsten Woche. Eine EZB-Zinserhöhung am Donnerstag um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent ist laut Chefvolkswirt Edgar Walk von Metzler Asset Management inzwischen weitgehend Konsens.
Zudem geht nach dem stark ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag aktuell eine Mehrheit am Markt davon aus, dass auch die Währungshüter in Washington die Zinsen in der kommenden Woche anheben werden. Wichtig für deren Entscheidung dürften indes auch die noch anstehenden US-Inflationsdaten sein.
Als stärkster Sektor im Euro-Stoxx-50 zeigte sich einmal mehr die Öl- und Gasbranche. Der Stoxx-Europe-600 Oil & Gas baute bisher 1,0 Prozent auf. Auffällig sind auch Nordex, die sich nach einer Kaufempfehlung der Bank of America um gut 11 Prozent verteuerten.
Am anderen Ende stand die Gesundheitsbranche. Der Stoxx-Europe-600 Health Care gab 1,3 Prozent ab. Der Forschungs-Misserfolg mit dem Lipoprotein-Senker Pelacarsen von Novartis drückte auf die gesamte Pharmabranche. Für Novartis ging es 3,7 Prozent hinunter.