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"Wir haben erhebliche Investitionen in die Infrastruktur und das Geschäftswachstum durch größere Einsparungen finanziert", erklärte Bank-Chef Charlie Scharf. "Beweise für das gestiegene Wachstum sind im gesamten Unternehmen zu sehen." Er verwies auf ein Wachstum von 20 Prozent bei neuen Kreditkartenkonten, einen Anstieg der Autofinanzierungen um 19 Prozent, ein Kreditwachstum von zwölf Prozent im Firmenkundengeschäft und einen Zuwachs von 14 Prozent bei den Gebühren im Investmentbanking. Die Risikovorsorge für Kreditausfälle sank auf rund 1 Mrd. Dollar.
Die Zahlen runden ein starkes Jahr für Wells Fargo ab. Im Juni hatten die Aufsichtsbehörden eine Bilanzsummen-Obergrenze von 1,95 Billionen Dollar aufgehoben. Damit endete eine Strafe im Zusammenhang mit dem Skandal um fingierte Konten, die das Wachstum von Wells Fargo jahrelang gebremst hatte. Gleichzeitig setzt das Geldhaus seinen Sparkurs fort. Im abgelaufenen Quartal fielen Abfindungskosten in Höhe von 612 Mio. Dollar an. Unter Scharf hat die Bank ihre Belegschaft verkleinert, um mit den Kostensenkungen langfristige Wachstumsinitiativen zu finanzieren.