Wall Street schließt mit klaren Gewinnen

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Trump vermied Eskalation in puncto Grönland
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Die US-Börsen haben sich am Mittwoch mit klaren Gewinnen aus dem Handel verabschiedet. Damit haben die wichtigsten US-Indizes die noch größeren Vortagesverluste jedoch noch nicht wettgemacht. Der US-Leitindex Dow Jones schloss um 1,21 Prozent höher bei 49.077,23 Punkten. Für den breiteren S&P 500 ging es 1,16 Prozent auf 6.875,62 Zähler aufwärts, der technologielastige Nasdaq Composite steigerte sich um 1,18 Prozent auf 23.224,82 Einheiten.

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Mit seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos hat Donald Trump am Mittwoch eine weitere Eskalation im Streit um Grönland vorerst vermieden und damit auch die Gemüter am Aktienmarkt ein Stück weit beruhigt. Der US-Präsident schloss Gewalt in der Grönland-Frage aus. An seinem Ziel, dass sein Land zum Schutz der Vereinigten Staaten und der Welt Grönland übernehmen müsse, hielt er jedoch fest. Seine jüngsten Zolldrohungen gegenüber europäischen Staaten erneuerte Trump nicht.

Neben Trump in Davos setzen am Aktienmarkt Unternehmen mit Quartalszahlen Akzente. Bei den Netflix-Aktien lastet ein enttäuschender Margenausblick schwer auf den Papieren, sie gaben 2,2 Prozent nach. Netflix hatte am Vorabend nach US-Börsenschluss Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt. Das Quartal sei eigentlich stark gewesen. "Doch die Märkte blicken nicht lange in den Rückspiegel", betonte Analyst Matt Britzman vom Vermögensverwalter Hargreaves Lansdown mit Verweis auf den enttäuschenden Margenausblick.

Der US-Konzern Johnson und Johnson schloss dank neuer Arzneien und einem florierenden Geschäft mit Medizintechnik das vergangene Jahr mit einem Umsatz- und Gewinnplus ab. Für 2026 peilt Konzernchef Joaquin Duato trotz der jüngst mit der US-Regierung vereinbarten Regelung über Arznei-Rabatte weitere Steigerungen an. Allerdings fiel der Umsatz 2025 mit plus 6 Prozent etwas geringer als von Experten erwartet aus. Die Aktie schloss kaum verändert.

Auf dem höchsten Stand seit vier Jahren setzen die Aktien des US-Chipherstellers Intel auch am Mittwoch ihre jüngste Rally fort. Der Kursaufschlag belief sich zuletzt im erholten Gesamtmarkt auf 11,7 Prozent, womit sie 55,25 Dollar kosteten. Am Vortag hatten bereits positive Analystenkommentare Auftrieb gegeben. Am Donnerstag legt der Konzern nach dem US-Börsenschluss die Zahlen für das Schlussquartal 2025 vor.

Auch andere Halbleiter-Titel waren gesucht, die Papiere von Branchenkollege Nvidia legten um drei Prozent zu. Nvidia-Chef Jensen Huang sagte, in der Branche seien weitere Ausgaben in Billionen-Höhe für Computing-Infrastruktur notwendig.

Höhere Prämien und gute Finanzgeschäfte brachten dem US-Versicherer Travelers 2025 mehr Gewinn ein. Analysten hatten im Schnitt mit höheren Schäden und weniger Profit gerechnet. Die Titel von Travelers gingen um 1,1 Prozent höher aus dem Handel.

Für die Anteilsscheine von Halliburton ging es um 4,1 Prozent nach oben, nachdem das Fracking-Unternehmen für das vierte Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie gemeldet hatte, der die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen hatte.

Die Titel von Kraft Heinz fielen um 5,7 Prozent. Wie aus einer Pflichtmitteilung des Lebensmittelunternehmens hervorgeht, könnte die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway bald einen Teil oder die gesamte Beteiligung an dem Ketchup-Hersteller verkaufen.

United Airlines flogen um 2,2 Prozent höher, nachdem die Fluggesellschaft mit ihren Geschäftszahlen zum vierten Quartal die durchschnittlichen Marktschätzungen übertroffen hatte und für 2026 mit einer starken Nachfrage von kaufkräftigen Inlandsreisenden und internationalen Passagieren rechnet.

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