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Die Indizes konnten ihre Anfangsgewinne im Ein-Prozent-Bereich, die eine erneute Feuerpause im Krieg zwischen den USA und dem Iran ausgelöst hatte, allesamt nicht verteidigen. Nur der Leitindex Dow Jones Industrial schloss mit 52.210 Punkten klar im Plus mit 0,51 Prozent Zuwachs. Der marktbreite S&P 500 trat mit plus 0,02 Prozent auf 7.413 Zählern weitgehend auf der Stelle.
Vor allem machten sich die China-Sorgen an der Nasdaq bemerkbar. Der Nasdaq Composite verlor unter dem Gewicht der Chipwerte 0,18 Prozent auf 24.932 Punkte. Er knüpfte damit an seine jüngste Talfahrt an, die ihn bereits auf das niedrigste Niveau seit Anfang Mai getrieben hat. Ausdruck der Nervosität ist, dass der Tech-Leitindex im Frühhandel mit bis zu 1,2 Prozent im Plus stand, in der Spitze aber auch 1,2 Prozent verloren hatte.
Tech-Werte aus der Software- und Internetbranche erholten sich zwar, wie Salesforce, Microsoft und Alphabet als deutliche Dow-Gewinner mit Zuwächsen zwischen sechs und mehr als zwei Prozent zeigten. Dies konnte die Unruhe der Anleger aber nicht aufwiegen. Nvidia war im Dow mit fünf Prozent Minus das Schlusslicht. Unter den weiterer Chip-Branchengrößen büßten AMD sogar 5,2 Prozent ein.
Zum Halbleiter-Branchenthema wurde ein Bericht des Magazins "The Information" über eine beginnende Produktion von DUV-Lithografiesystemen in China. Danach ging unter Anlegern die Befürchtung um, dass die Anlagen des europäischen Branchenriesen ASML mehr und mehr ersetzt werden könnten, wenn die Chinesen es schaffen, in eine Massenproduktion überzugehen.
Erholt zeigten sich im Technologiesektor auch einige Aktien aus dem Quantencomputer-Bereich. Vor allem galt dies für D-Wave Quantum mit einem Kurssprung um fast neun Prozent. Sie profitieren davon, dass der Telekomkonzern AT&T eine Vereinbarung unterzeichnet hat, um den Einsatz dieser Technologie auszuweiten.
Anleger warten jetzt gespannt auf das, was die Tech-Schwergewichte Microsoft, Meta, Amazon und Apple im Wochenverlauf in ihren Quartalsberichten zu sagen haben. Hinzu kommt die zunehmende Anspannung vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch.
Im Standardwertebereich blieb eine gewisse Restwirkung davon übrig, dass US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben die jüngsten Angriffe im Iran vorerst gestoppt hat, um Verhandlungen eine weitere Chance zu geben. Die Titel von Chevron und ExxonMobil litten zwar unter dem nachgebenden Ölpreis, die Aktien der Autobauer Ford und General Motors waren aber nach Kaufempfehlungen des Analysehauses Jefferies mit Aufschlägen bis über die 5-Prozent-Marke gefragt.
Um fast 40 Prozent auf 76,50 Dollar sprangen die Anteile von Forte Biosciences hoch. Der Biotech-Konzern Argenx will das US-Unternehmen für 77 Dollar je Aktie oder insgesamt rund 2,2 Milliarden Dollar in bar erwerben, um seine Immonologie-Pipeline zu erweitern. Diesem Preis näherte sich der Forte-Kurs bis auf wenige Cent.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/AFP/ANGELA WEISS