
von
Eine Stunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,3 Prozent tiefer auf 53.550 Punkte. Damit dürfte sich der Wall-Street-Index weiter schwertun nach dem Rekord, der mittlerweile fast zwei Wochen zurückliegt. Im Iran-Krieg sind die gegenseitigen Drohungen beider Seiten über das Wochenende nicht abgerissen.
Nach oben geht es aber wohl mit dem Nasdaq-100, der vorbörslich um 0,3 Prozent zulegt. Am Markt hieß es, Aussagen des KI-Plattformanbieters Anthropic zum eigenen Umsatzwachstum dämmten die im Juli noch eingepreisten Sorgen rund um die Kosten des weltweiten KI-Ausbaus weiter ein. Der OpenAI-Konkurrent stärkte damit wieder die Hoffnung der Anleger, dass sich die massiven Investitionen in diese Technologie letztlich auszahlen werden.
Unter den US-Werten mit großer KI-Fantasie wurden die Titel von Micron, Sandisk, Marvell Technology oder Intel vorbörslich zwischen 0,8 und 3,8 Prozent höher gehandelt.
Zum Thema wurde in der US-Tech-Branche auch, dass die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway von Starinvestor Warren Buffett im vergangenen Quartal offenbar mehr Positionen beim Google-Mutterkonzern Alphabet aufgebaut hat. Dessen Papiere legten vorbörslich moderat um 0,3 Prozent zu.
Unterschiedliche Richtungen schlagen vorbörslich die Kurse zweier US-Rüstungskonzerne ein: Während es der RTX-Kurs zuletzt mit einem halben Prozent ins Plus schaffte wegen eines Großauftrags der US-Marine für Marschflugkörper, ging es bei L3Harris um 2,7 Prozent bergab nach der Nachricht, dass der Konzernchef wegen eines Verstoßes gegen den Verhaltenskodex des Unternehmens ausgetauscht wird.