US-Börsen zur Eröffnung mit Abgaben, Dow Jones -0,7 %

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Vor Ende von Trumps Iran-Ultimatum
 © AFP, CHARLY TRIBALLEAU, Apa
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Die wichtigsten US-Aktienindizes haben am Dienstag vor Ablauf des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran nachgegeben. Der Dow Jones Industrial fiel nach gut einer halben Handelsstunde um 0,67 Prozent auf 46.355,59 Punkte. Der marktbreite S&P-500 büßte 0,79 Prozent auf 6.559,43 Zähler ein. Für den technologielastigen Nasdaq Composite ging es um 1,14 Prozent auf 21.746,08 Einheiten hinab.

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Stunden vor Ende seines Ultimatums richtete Trump noch einmal eine harsche Drohung an den Iran. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Er wolle nicht, dass das passiere, aber es werde wahrscheinlich dazu kommen.

Im Fokus steht die Forderung der USA an den Iran, die Straße von Hormuz wieder zu öffnen. Diese Meeresenge ist ein wichtiger Transportweg, nicht zuletzt für Öl und Flüssiggas. Ob es zu einer raschen Einigung oder gar einer Eskalation mit weiter steigenden Ölpreisen kommt, ist unklar. Das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump läuft am Mittwoch um 2.00 Uhr (MESZ) ab.

Bisher reagierte die iranische Militärführung mit Spott auf Trumps bekräftigte Warnung einer "völligen Zerstörung" aller iranischen Kraftwerke und Brücken. Der Iran meldete unterdessen Explosionen auf der Insel Kharg im Persischen Golf, die vom US-Militär bereits Mitte März aus der Luft angegriffen worden war.

Unter den Einzelwerten standen UnitedHealth und Konkurrenten wie Humana oder CVS Health im Fokus. Die Aktien der drei im US-Krankenversicherungsbereich tätigen Unternehmen legten zwischen vier und acht Prozent zu. Das Medicare-Programm wird privaten Krankenversicherern im kommenden Jahr 2,48 Prozent mehr zahlen, was eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den ursprünglich im Jänner vorgeschlagenen Sätzen ist.

Für Broadcom ging es vorbörslich um vier Prozent hoch. Alphabet gewannen 0,6 Prozent. Der Hersteller von Halbleitern und Infrastruktur-Software gab eine Vereinbarung mit Alphabet bis 2031 zur Entwicklung und Lieferung von TPUs für zukünftige Generationen bekannt sowie einen aktualisierten Vertrag mit dem KI-Unternehmen Anthropic.

Damit macht Broadcom Nvidia zunehmend Konkurrenz, deren Aktie 0,8 Prozent einbüßte. Laut Jefferies-Analyst Blayne Curtis ist für Broadcom nun die TPU-Nachfrage auf absehbare Zeit "effektiv abgesichert". Obwohl es keine genauen Zahlen gebe, dürfte die langfristige Vereinbarung Broadcom einen Mindestumsatz - voraussichtlich im Bereich von 200 Milliarden Dollar - garantieren, was ein starker und nachhaltiger Marktanteil wäre.

Ansonsten richtete sich der Fokus auf Umstufungen. Arm Holdings büßten gut vier Prozent ein, nachdem Morgan Stanley das Papier von "Overweight" auf "Equal-weight" gesenkt und das Kursziel von 135 auf 150 Dollar angehoben hatte. Die Pläne des Chipdesigners, eigene Chips zu verkaufen, bergen Risiken und zudem könnte dies Vertriebskonflikte mit einigen seiner Lizenznehmer verursachen, hieß es. Morgan Stanley traten hingegen trotz einer UBS-Kaufempfehlung auf der Stelle.

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