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Im Anlegerfokus steht weiter die geopolitische Lage am Persischen Golf. Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif sagte, die Signale der vergangenen Tage würden darauf hindeuten, dass die USA und der Iran "kurz vor einer Art Einigung stehen". Daraufhin gaben die Ölpreise ihre deutlichen Kursgewinne aus dem frühen Handel wieder ab.
Beide Kriegsparteien ringen weiter um die vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormuz, über die ein Großteil der Ölexporte aus den Förderstaaten am Golf abgewickelt wird. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump versichert, dass die Handelsroute nach einer Minenräumung wieder für Schiffe befahrbar sei. Sie werde "zu 100 Prozent" von den USA kontrolliert. Zuvor hatte der Iran hingegen eine Öffnung der Meerenge von Zugeständnissen der USA abhängig gemacht.
Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets verweist zudem auf die am Mittwoch anstehenden US-Verbraucherpreise, auf die Anleger bereits vorausblicken. Die Daten dürften Hinweise auf das weitere Vorgehen der US-Notenbank liefern. "Die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Zinsschritt liegt aktuell bei rund 50 Prozent", so Molnar. "Damit könnten die morgigen Inflationszahlen das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen."
Mit Blick auf Einzelwerte schnellten die Aktien von Riot Platforms über zehn Prozent hoch. Das Bitcoin-Mining-Unternehmen, das kürzlich mit dem Verkauf von KI-Rechenzentrumskapazitäten begonnen hatte, schloss Kreisen zufolge einen Vertrag über 9,1 Milliarden US-Dollar mit der KI-Firma Anthropic. Riot meldete zudem einen Umsatz für das zweite Quartal, der die durchschnittliche Analystenschätzung übertraf.
Für die Titel von Rocket Lab ging es um fünf Prozent abwärts. Das Weltraum-Unternehmen gab einen Ausblick auf das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda), der schwächer als erwartet ausfiel. Anleger sorgen sich zudem, dass es weitere Verzögerungen bei seiner Neutron-Rakete geben könnte.
Die Anteilsscheine von Babcock & Wilcox schossen um 15 Prozent hoch, nachdem der Hersteller von Stromerzeugungsanlagen einen unerwartet hohen Umsatz für das zweite Quartal gemeldet hatte.
Die Aktien von Hims & Hers Health büßten vier Prozent ein. Der Anbieter von Telemedizin reduzierte die Obergrenze seiner Ergebniszielspanne für 2026.