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Die Ölpreise haben am Dienstag deutliche Kursgewinne aus dem frühen Handel nämlich nach Hinweisen auf Fortschritte hin zu einer Einigung im Iran-Krieg wieder abgegeben. Zunächs war der Preis für Rohöl der Sorte Brent noch zeitweise bis auf 90 Dollar je Barrel gestiegen. Dann setzten Meldungen aus Pakistan die Notierungen unter Verkaufsdruck. Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif sagte, dass die Signale der vergangenen Tage darauf hindeuten, dass die USA und der Iran "kurz vor einer Art Einigung stehen".
Österreichs Wirtschaft wiederum tritt auf der Stelle. Laut WIFO-Schnellschätzung vom Dienstag blieb nämlich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal unverändert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ergab sich nur noch ein Zuwachs von 0,8 Prozent. Der Ölpreisschock habe zwar die Konjunkturerholung unterbrochen, die Industrieproduktion stieg jedoch im Jahresvergleich entgegen dem Auftragstrend.
In Österreich zieht heute der Wiener Technologiekonzern Frequentis mit Zahlen für das erste Halbjahr die Blicke auf sich. Das Unternehmen hat demnach ein starkes erstes Halbjahr 2026 hingelegt. Der Umsatz stieg um 44,8 Prozent auf 342,9 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) drehte von minus 4,3 auf plus 15,6 Mio. Euro, der Auftragseingang erhöhte sich um 17 Prozent auf 361,7 Mio. Euro. Die Zahlen sehen auf den ersten Blick leicht positiv aus, schreiben die Analysten der Erste Group in einer ersten Reaktion. Die starke Auftrags- und Umsatzdynamik dürfte sich fortgesetzt haben, so die Experten. Die Zahlen wurden vom Markt gut angenommen. Frequentis-Aktien legten an der Spitze des ATX Prime 7,4 Prozent zu.
Die Analysten der Baader Bank haben ihr Kursziel für die Rosenbauer-Aktie von 67,00 Euro auf 76 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde bestätigt. In ihrer Analyse schreiben die Experten weiter, "dank führender Marktposition verfügt Rosenbauer über eine solide Wachstumsbasis. Das Unternehmen profitiert von weltweiten Investitionen in Feuerwehrausrüstung. Zu den Wachstumstreibern zählen der alternde Fuhrpark an Einsatzfahrzeugen, strengere Emissionsvorgaben sowie die zunehmende Gefahr durch Waldbrände." Rosenbauer verloren heute 2,2 Prozent und waren damit Schlusslicht im ATX Prime-Segment.
Nachdem die Ölpreise wieder nachgegeben haben, taten das auch die Energiewerte etwas. Die schwergewichteten OMV lagen aber immer noch bei plus 1,2 Prozent. SBO, EVN und Verbund drehten aber mit 0,2 Prozent, nochmals 0,2 Prozent bzw. 0,4 Prozent in Minus.
Die Aufsteiger der vergangenen Monate, AT&S, legten als Top ATX-Wert 3,6 Prozent zu. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie damit 375 Prozent im Plus.
Gewinnmitnahmen gab es bei den Bankwerten. Raiffeisen Bank International (RBI) verloren 0,8 Prozent. Erste Group büßten 0,3 Prozent ein, BAWAG 0,1 Prozent.