Europäische Börsen am Vormittag mit Verlusten

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DAX entfernt sich vom Rekord
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Die europäischen Börsen haben sich am Dienstagvormittag mehrheitlich knapp im Minus gezeigt. Der europäische Leitindex Euro-Stoxx-50 büßte leichte 0,03 Prozent auf 6.533,70 Punkte ein. Der deutsche Leitindex DAX ging um 0,19 Prozent auf 26.275,18 Zähler zurück. Außerhalb der Eurozone fiel der FTSE-100 um 0,32 Prozent auf 10.827,27 Einheiten auf.

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Mit Blick auf den Iran hätten sich die Marktakteure zwar mittlerweile "an eine Situation zwischen Hoffen und Bangen gewöhnt und sich angesichts der wechselhaften Nachrichtenlage ein dickes Fell wachsen lassen", schreibt dazu Marktexperte Stanzl. Er gibt aber auch zu bedenken, dass Resilienz nicht gleichbedeutend mit Immunität sei. "Der Nahostkonflikt bleibt ein Pulverfass, die Stimmung kann jederzeit blitzschnell drehen." Laut Analysten der Helaba dämpfen neue, gegenseitige Forderungen die Hoffnungen auf eine Einigung im Nahost-Konflikt.

Der in Frankfurt börsennotierte oberösterreichische Technologiekonzern Kontron bleibt weiter eigenständig. Der Großaktionär Ennoconn Corporation ist nur knapp mit dem Versuch gescheitert, die Mehrheit am österreichischen Technologiekonzern zu übernehmen. Der taiwanesische Hardware-Hersteller sicherte sich laut einer Kontron-Mitteilung vom Montagabend 48,36 Prozent der Anteile. Ein weiterer Ausbau der Kontron-Beteiligung sei nicht geplant. Die Nachricht wirkte auf die Aktie eher negativ. Kontron fielen um 0,7 Prozent.

Die kanadische Bank RBC hat die Einstufung für Iberdrola auf "Sector Perform" mit einem Kursziel von 20 Euro belassen. Sie befürchtet, dass der Konsens die vollständigen Auswirkungen der Normalisierung der Strompreise und der Wasserkraftproduktion in den Jahren 2027 bis 2028 auf das Ergebnis des spanischen Versorgers offenbar noch nicht berücksichtige, schrieb Fernando Garcia in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Seine Schätzungen signalisierten zwar eine Anhebung des Gewinnziels für 2026, was im aktuellen Kursniveau aber bereits mehr als eingepreist sei. Iberdrola legten in Madrid 0,4 Prozent zu.

Nachrichtlich stark im Fokus standen am Dienstag auch die Aktien von PNE wegen eines Kursabsturzes um fast 20 Prozent. Anleger quittierten damit einen erst einmal erfolglosen Versuch des Energieprojektentwicklers, für sich selbst einen Käufer zu finden. Wie es hieß, deutet das erhaltene Marktinteresse darauf hin, dass die Preisvorstellungen etwaiger Erwerber unterhalb des derzeitigen Börsenkurses liegen.

Der Medienkonzern RTL Group dagegen überzeugte mit etwas mehr Optimismus für das Streaming-Geschäft und einem Umsatzausblick, der wegen der Übernahme von Sky Deutschland erhöht wurde. Der Kurs der TV-Sendergruppe legte 2,2 Prozent zu.

Salzgitter wiederum kam mit minus 4,6 Prozent unter Druck. Der Stahlkonzern hatte finale Zahlen mit enttäuschenden Details vorgelegt. Wie Analyst Dominic O'Kane von JPMorgan schrieb, verfehlte die Stahlproduktion wegen höherer Kosten die Erwartungen. Das Unternehmen selbst rechnet weiterhin nur mit einer moderaten Verbesserung der allgemeinen Geschäftsbedingungen.

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