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"Die Anleger trauen sich weiter nur mit sehr viel Vorsicht und einigen Vorbehalten aus ihrer Deckung", so Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gingen nur schleppend voran und es gebe immer noch einige Reizthemen, die als Showstopper gelten.
Bereits zur Wochenmitte zeigte sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich für eine baldige Einigung mit dem Iran. Und Teheran erklärte, der jüngste Vorschlag aus Washington habe die Kluft zwischen den beiden Seiten teilweise überbrückt. Zugleich trüben jedoch Äußerungen des obersten geistlichen Führers des Iran die Hoffnungen auf einen Durchbruch. Demnach wolle Teheran seinen Uranvorrat behalten. Hinzu kommt der Streit über die freie Öffnung der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße von Hormuz.
Der Dow Jones Industrial verbesserte sich kurz nach dem Handelsstart um 0,82 Prozent auf 50.709 Punkte. Der breit gefasste S&P-500 legte 0,69 Prozent auf 7.497 Einheiten zu. Für den technologielastigen Nasdaq Composite ging es 0,58 Prozent hoch auf 26.477 Punkte.
Unter den Einzelwerten stiegen die Aktien des Kosmetikkonzerns Estee Lauder im Frühgeschäft um mehr als elf Prozent, nachdem die Verhandlungen über einen Zusammenschluss mit dem spanischen Parfüm- und Kosmetikunternehmen Puig Bands beendet wurden.
Take-Two sanken trotz guter Nachrichten um 4,4 Prozent. Der Entwickler von Computerspielen hatte Zahlen für das vierte Geschäftsquartal vorgelegt, die über den Erwartungen ausfielen. Zudem wurde der Veröffentlichungstermin für das Spiel Grand Theft Auto VI im November bestätigt.
Die Aktie von Workday gewann kurz nach der Startglocke mehr als sechs Prozent. Der Software-Entwickler hatte ebenfalls über den Markterwartungen ausgefallene Quartalszahlen vorgelegt. Auch der Ausblick kam gut an.
Auch Zoom vermeldete Quartalszahlen, die die Markterwartungen übertroffen haben. Die Aktie stieg um starke elf Prozent.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT