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Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs indessen weiter verschlechtert und den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren erreicht. Besonders stark betroffen ist der Dienstleistungssektor, der unter den kriegsbedingt höheren Lebenshaltungskosten leidet, wie aus den von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindizes hervorgeht.
Laut US-Präsident Donald Trump sind die Verhandlungen mit dem Iran zur Beendigung des Krieges in der "Endphase". Bei den Investoren wurde dies aber mit Zurückhaltung aufgenommen. "Ich würde das gerne glauben, aber mal ehrlich: Wie oft haben wir das schon gehört?", so Win Thin, Chefvolkswirt der Bank of Nassau 1982, mit Blick auf Trumps Äußerungen.
Der Euro-Stoxx-50 stieg zu Mittag um 0,4 Prozent auf 5.997 Punkte, nach einem Zuwachs von mehr als zwei Prozent am Mittwoch. In Frankfurt verbesserte sich der DAX um 0,5 Prozent auf 24.852 Einheiten. Außerhalb der Eurozone notierte der britische FTSE 100 wenig verändert bei 10.429 Zählern. Der schweizerische SMI tendierte zuletzt 0,4 Prozent höher bei 13.452 Punkten.
An der Spitze bei den europäischen Sektoren lagen Autowerte. Der Branchenindex notierte zuletzt 1,3 Prozent im Plus. So stiegen Renault um 1,1 Prozent und Stellantis um 1,6 Prozent. Die Papiere von Ferrari gewannen 2,7 Prozent.
Der Sektor der Technologiewerte gewann vor dem Hintergrund der guten Quartalszahlen des KI-Riesen Nvidia 0,5 Prozent. Für die Aktie des Chipausrüsters ASML ging es um 0,9 Prozent nach oben, STMicroelectronics stiegen um 1,1 Prozent.
Unter den Einzelwerten erholten sich Easyjet wieder von anfänglichen Verlusten und notierten zuletzt 2,1 Prozent fester. Der britische Billigflieger hatte Zahlen für das erste Geschäftshalbjahr vorgelegt.
Generali gewannen 2,4 Prozent. Der italienische Versicherer hat im ersten Quartal deutlich höhere Schäden durch Naturkatastrophen gut weggesteckt.