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Schwache Vorgaben aus Asien belasten einmal mehr den Technologiesektor. Der US-Technologieindex Nasdaq 100 hatte sich am Vorabend zwar etwas stabilisiert nach seinem jüngsten Rutsch, doch in Asien ging es nun wieder abwärts. Besonders schwach zeigte sich in Fernost einmal mehr der von Samsung und SK Hynix geprägte südkoreanische Kospi.
Dies könnte sich auch in Europa und den USA wieder belastend auf den KI-und Halbleitersektor auswirken, der bei Anlegern zuletzt schon an Vertrauen verloren hat. Die Infineon-Titel gaben vor diesen Hintergründen als einer der größten DAX-Verlierer um drei Prozent nach. Im MDAX erwischte es Ausrüster und Zulieferer wie Aixtron, Suss Microtec und Siltronic mit Kursverlusten von bis zu knapp sechs Prozent. Mit Hochtief und Siemens Energy gerieten auch andere Werte mit Fantasie für den Ausbau von Rechenzentren unter Druck.
Dies galt auch für das DAX-Schwergewicht Siemens, dessen Aktien mit einem Abschlag von fast vier Prozent zum größten Indexverlierer wurden. Sie folgten damit den schwachen Vorgaben des Schweizer Konkurrenten ABB, dessen Kurs nach der Veröffentlichung von Quartalszahlen in Zürich um mehr als sechs Prozent absackte. Rekordhohe Auftragseingänge von ABB konnten den Sektor also nicht stützen.
ABB hat im dritten Quartal 2026 operativ weiter zugelegt. Wie schon in den beiden ersten Quartalen stiegen Umsatz und Auftragseingang prozentual zweistellig, wobei letzterer nicht zuletzt wegen der Rechenzentren überragte. Die Gewinnmarge verbesserte sich auf hohem Niveau noch einmal. Unter dem Strich ging das Ergebnis hingegen zurück. Marktteilnehmer zeigten sich zudem auch etwas enttäuscht. Die Aktie fiel in der Schweiz zwischenzeitlich um mehr als sechs Prozent und unterschritt erstmals seit April die Marke von 70 Franken. Damit notieren sie mittlerweile rund 21 Prozent unter ihrem Jahreshoch bei 89,14 Franken vom Juni.
In Frankreich sollen nach den massiven Ausschreitungen vom Wochenende Ausgangssperren verhängt werden. Nach Ansicht der LBBW macht diese Situation die derzeitigen Bemühungen um eine Konsolidierung des französischen Staatshaushalts nicht einfacher. Vermutlich werde dieser dadurch "eher auf die lange Bank geschoben". Damit einhergehend bleibt die Unsicherheit am Anleihemarkt groß.