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Der technologielastige Nasdaq-100 gewann 1,29 Prozent auf das neue Hoch von 26.672,43 Punkte. Der breiter gefasste Nasdaq Composite legte 1,52 Prozent auf 24.468,480 Zähler zu.
Die Straße von Hormuz" wird für die verbleibende Dauer des Waffenstillstands für alle Handelsschiffe vollständig geöffnet", teilte der iranische Außenminister Abbas Araghchi in einem Beitrag auf der Plattform X mit. Die für die Weltwirtschaft bedeutsame Handelsroute war wegen des Iran-Konflikts zuletzt weitgehend blockiert. US-Präsident Donald Trump hält jedoch an seiner Seeblockade für Schiffe mit einem iranischen Hafen als Start oder Ziel fest. Diese solle bestehen bleiben, bis die Verhandlungen mit Teheran abgeschlossen seien, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Die Börsen in Europa und den USA reagierten mit starken Gewinnen auf die Hormuz-Öffnung. Die Rohölpreise brachen im Gegenzug ein. Der Preis für die Referenzölsorte Brent stürzte von Niveaus von knapp 100 US-Dollar zeitweise unter 90 Dollar je Fass ab. Damit schwanden auch die Ängste vor hoher Inflation und gegensteuernden Zinserhöhungen, was den Börsen Auftrieb gab. Die Gewinne zogen sich durch fast alle Branchen, lediglich Ölwerte reagierten mit starken Kursverlusten auf den Ölpreiseinbruch.
Unter den Magnificent 7 verbuchten Apple und Tesla Aufschläge von 2,6 beziehungsweise 3 Prozent. Die Anteile des iPhone-Herstellers profitierten von einer Hochstufung durch BNP Paribas von "Neutral" auf "Outperform". Die Papiere des E-Fahrzeugproduzenten ließen die 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend hinter sich, nachdem sie im Wochenverlauf bereits ihren Abwärtstrend seit Ende des vergangenen Jahres geknackt hatten.
Ölaktien gerieten mit den fallenden Ölpreisen unter Druck: Chevron, ExxonMobil und ConocoPhillips verloren zwischen 2,2 und 4,6 Prozent.
Konsumwerte legten mit der Aussicht auf eine geringere Inflation zu. Im Dow verbuchten die Anteile der Baumarktkette Home Depot Kursgewinne von 3,6 Prozent. Procter & Gamble schlossen 2,7 Prozent fester.
Papiere von Fluggesellschaften wie United Airlines, American Airlines, Delta Air Lines und Southwest gewannen zwischen 2,6 und 7,2 Prozent. Die fallenden Ölpreise senken die Kerosinkosten. Zudem verringert sich das Risiko, dass die Airlines Flugzeuge stilllegen müssen. Noch am Vortag hatte die Internationale Energieagentur (IEA) gewarnt, dass Flugzeugtreibstoff knapp werden könnte.
Netflix-Aktien sackten nach der Veröffentlichung eines enttäuschenden Ausblicks um 9,7 Prozent ab. Der Streamingkonzern hatte für das laufende Quartal weniger operativen Gewinn in Aussicht gestellt als von Analysten erwartet. Sie waren von höheren Gewinnen nach der Aufgabe von Netflix im Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers ausgegangen. Einige Investoren hätten außerdem auf größere Aktienrückkäufe und ein höheres Margenziel im Gesamtjahr gehofft, was nun aber beides ausbleibe, schrieb die Citigroup.
Alcoa konnte mit Quartalszahlen nicht überzeugen. Der Aluminium-Konzern habe die Erwartungen vor allem beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) verfehlt, schrieben die Experten von JPMorgan. Der Aluminiumabsatz leide neben der Saisonalität unter anderem auch unter den Folgen des Iran-Kriegs. Alcoa-Aktien büßten 6,8 Prozent ein.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU