Europas Börsen schließen tiefer, Euro-Stoxx-50 verlor 0,25 %

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STMicro und Infineon gesucht
 © AFP, LUDOVIC MARIN, Apa
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Trotz Meldungen über eine Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran sind die europäischen Börsen am Donnerstag vorsichtig tiefer aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,25 Prozent auf 6.055,11 Einheiten.

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Bei den Länderindizes wurden ebenfalls Abgaben verbucht. Der DAX sank um 0,34 Prozent auf 25.092,25 Zähler. Außerhalb der Eurozone verlor der FTSE-100 in London 0,75 Prozent auf 10.425,96 Punkte. Der Schweizer SMI reduzierte sich um 0,90 Prozent auf 13.504,76 Einheiten.

Man habe eine Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den beiden Ländern und die Aufnahme von Verhandlungen über das iranische Atomprogramm vereinbart, berichtete die US-Nachrichtenwebsite "Axios" unter Berufung auf Eingeweihte. Allerdings müsse Präsident Donald Trump der Vereinbarung noch zustimmen.

Schweizer Werte standen in Europa im Fokus. Marktteilnehmer sprachen bei den Schwergewichten Nestle, Roche und Novartis von Gewinnmitnahmen. Die Verluste bewegten sich zwischen rund 0,6 und 1,5 Prozent.

Europaweit hielten sich Technologiewerte bis Handelsschluss gut. Zum Teil enttäuschende Nachrichten von Salesforce belasteten den Sektor kaum. Der US-Softwareanbieter hatte mit seinem Ausblick auf den Umsatz im laufenden Quartal die Markterwartungen verfehlt. Die Anteile des deutschen Konkurrenten SAP schlossen um 1,1 Prozent höher.

Gefragt waren STMicroelectronics mit einem Anstieg von 3,2 Prozent. Das Analysehaus Jefferies hatte das Kursziel deutlich von 52 auf 74 Euro angehoben. Die zyklische Erholung der Auto- und Industriebranchen nehme an Fahrt auf, schrieb Analyst Janardan Menon. Für STMicroelectronics bedeute dies für das zweite Halbjahr starke Nachfrageaussichten. Auch Infineon waren gesucht - sie gewannen 4,4 Prozent.

Zu den Gewinnern gehörten zudem die Rüstungstitel. Die jüngsten Nachrichten aus dem Nahen Osten begünstigten die Branchenstimmung. Rheinmetall kletterten dabei um 4,4 Prozent. Der Konzern hatte einen Auftrag für mehr als 2.000 militärische Transportfahrzeuge im Wert von rund einer Milliarde Euro gemeldet.

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