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US-Börsen gehen am Mittwoch tiefer aus dem Handel

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Dow Jones verlor knapp ein Prozent
 © APA/APA/AFP/ANGELA WEISS
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Die US-Börsen haben am Mittwoch überwiegend tiefer geschlossen. US-Präsident Donald Trump sorgte mit Aussagen zu Immobilienkäufen und zur Rüstungsindustrie für Verunsicherung unter Investoren. Nach der Rally zum Jahresauftakt könnten die Zeichen nun erst einmal auf Konsolidierung stehen.

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Der Dow Jones ging nach einem erneuten Rekordhoch zu Beginn der Sitzung mit minus 0,94 Prozent bei 48.996,08 Punkten aus dem Handel. Der S&P-500 verlor 0,34 Prozent auf 6.920,93 Einheiten. Der Nasdaq Composite steigerte sich indes um leichte 0,16 Prozent auf 23.584,28 Einheiten.

Ein Grund für das vorsichtige Verhalten an den Börsen dürfte aber auch der offizielle Bericht zum US-Arbeitsmarkt im Dezember am Freitag sein. "Nach dem Ende des Shutdowns werden Konjunkturdaten wieder regulär veröffentlicht. Das sorgt zwar für mehr Transparenz, erhöht aber gleichzeitig die Sensitivität der Märkte gegenüber neuen Zahlen", schrieb Maximilian Wienke von der Handelsplattform eToro.

Im Mittelpunkt standen Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump. Seine Ankündigung, dass große Finanzinvestoren zukünftig keine Einfamilienhäuser mehr kaufen dürfen, setzte Papiere betroffener Investoren unter Druck. Aktien von Blackstone etwa verloren 5,6 Prozent. Der Vermögensverwalter ist auch mit Anlagen in der Immobilienbranche aktiv. American Homes 4 Rent fielen um 4,3 Prozent und Invitation Homes um 6 Prozent.

Aufgrund der aus seiner Sicht zu langsamen Aufrüstung will Trump überdies Verteidigungs- und Rüstungsunternehmen des Landes bis auf weiteres Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe verbieten. Das drückte Papiere von Northrop Grumman um 5,5 Prozent nach unten und die von Lockheed Martin um 4,8 Prozent. Beide Konzerne kaufen Aktien in Milliardenhöhe zurück.

Unter den kleineren Titeln schossen Ventyx Biosciences um 36,6 Prozent nach oben, nachdem das "Wall Street Journal" über eine womöglich baldige Übernahme durch den Pharmakonzern Eli Lilly berichtet hatte. Auch bei dessen Anlegern kam die Nachricht gut an, Aktien von Eli Lilly verteuerten sich um über vier Prozent und erreichten ein Rekordhoch.

Aktien des Shampoo-Herstellers Olaplex schnellten um 22,2 Prozent nach oben. Nach hohen Kursverlusten der Aktien strebt nun der deutsche Konsumgüterhersteller Henkel eine Übernahme von Olaplex an, berichtete Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.

Bei den Aktionären von First Solar drückte eine Abstufung auf "Hold" durch das Investmenthaus Jefferies auf die Stimmung. Der Kurs fiel um 10,3 Prozent.

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