US-Börsen gehen am Donnerstag tiefer aus dem Handel

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Dow Jones mit satten Verlusten von 1,61 Prozent
 © APA/APA/AFP/ANGELA WEISS
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Nach einer Atempause zur Wochenmitte hat sich die Wall Street am Donnerstag wieder auf Talfahrt begeben. Für Verunsicherung sorgen die im Zuge des Iran-Kriegs erneut stark gestiegenen Ölpreise. Überdies verwiesen Marktbeobachter auf die überraschend robust ausgefallenen wöchentlichen Arbeitsmarktdaten. Beides weckt Inflationssorgen und ließ die Renditen am Anleihemarkt steigen.

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Der Dow Jones schloss um 1,61 Prozent tiefer bei 47.954,74 Einheiten. Für den S&P-500 ging es um 0,56 Prozent auf 6.830,71 Zähler hinab. Der Nasdaq Composite reduzierte sich um 0,26 Prozent auf 22.748,99 Punkte.

Die Entwicklungen im Krieg der USA und Israels gegen den Iran veranlassen die Händler erneut dazu, Risiken zu begrenzen, nachdem sich die Stimmung am Vortag noch leicht verbessert hatte. Die Spannungen auf den Energiemärkten treten zunehmend in den Vordergrund. So versucht China, Kraftstoff zu sparen, und japanische Raffinerien fordern die Freigabe strategischer Erdölreserven.

Die Straße von Hormuz, durch die ein großer Teil des globalen Ölhandels geht, bleibt die Hauptsorge an den Märkten. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstraße ist nahezu zum Erliegen gekommen. Dadurch sind die Öllieferungen aus dem Iran sowie von anderen Produzenten am Persischen Golf unterbrochen und Förderländer gezwungen, ihre Produktion zu drosseln.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Broadcom nach Zahlen des Konzerns und Aussagen zum weiteren Geschäftsverlauf im Fokus. So stimmen die KI-bezogenen Geschäfte den Halbleiterkonzern für das laufende zweite Geschäftsquartal und darüber hinaus optimistisch. Die Papiere steigerten sich um 4,8 Prozent.

Für die Anteilsscheine von The Trade Desk ging es um über 18 Prozent nach oben. Das auf die Tech-Branche spezialisierte Online-Medium "The Information" hatte berichtet, dass The Trade Desk Gespräche geführt habe, um das KI-Softwareunternehmen OpenAI beim Verkauf von Anzeigen zu unterstützen.

Kräftig nach oben ging es zudem für Booking (plus 8,5 Prozent) und Expedia (plus 13,4 Prozent). "The Information" berichtete, dass OpenAI seine Pläne zur Integration von Direktbuchungen in ChatGPT zurückschraube. Aktien von Online-Reise- und Hotelvermittlern hatten seit den Neuigkeiten, dass der KI-Chatbot Buchungen in sein System integrieren wolle, kräftig nachgegeben.

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