US-Börsen wegen höheren Ölpreisen mit Verlusten erwartet

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Nach vorläufig gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen USA/Iran
 © AFP, BRYAN R. SMITH, Apa
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Nach den vorläufig gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran und dem daraus resultierenden Ölpreisanstieg dürften die US-Aktienmärkte mit negativer Tendenz in die neue Börsenwoche starten. Für Belastung sollte auch die deutlich negative Kursreaktion auf die Quartalszahlen der Investmentbank Goldman Sachs sorgen.

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Für den Dow Jones Industrial signalisierte der Broker IG eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenauftakt ein Minus von 1,0 Prozent bei 47.428 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 dürfte rund 0,6 Prozent tiefer bei 24.976 Punkten starten.

In Reaktion auf die abgebrochenen Nahost-Gespräche kündigte US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade der Straße von Hormuz an. Die US-Marine werde alle Schiffe blockieren, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen, drohte Trump. Die Vereinigten Staaten wollen damit verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden.

Entsprechend sind die Ölpreise am Montag wieder gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni kletterte wieder über die Marke von 100 Dollar. Zuletzt notierte er bei rund 102 Dollar und damit rund sieben Prozent über dem Niveau vom Freitagabend. Dies sorgte bei den Aktien von Chevron, ExxonMobil und ConocoPhillips für vorbörsliche Kursgewinne zwischen 1,9 und 2,3 Prozent.

Dagegen sackten die Papiere der Fluggesellschaften United Airlines, American Airlines und Delta Air Lines wegen steigender Treibstoffkosten um bis zu 3,2 Prozent ab.

Goldman Sachs hat im ersten Quartal einen überraschend starken Gewinnsprung erzielt. Analysten bemängelten aber, dass die Erträge im Handel mit festverzinslichen Papieren, Währungen und Rohstoffen um zehn Prozent gefallen sind. Die Goldman-Aktien sackten vorbörslich um 4,3 Prozent ein. In diesem Abwärtssog fielen die Papiere des Konkurrenten JPMorgan um 1,9 Prozent.

Für die Titel von Nike ging es vorbörslich um 0,8 Prozent nach unten. Zuvor hatte die britische Großbank HSBC die Aktie des Sportartikelkonzerns von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 90 auf 48 US-Dollar nahezu halbiert.

Die Anteilsscheine von Children ́s Place büßten vorbörslich 17 Prozent ein, nachdem der Kindermodehändler mitgeteilt hatte, dass sich der Verlust je Aktie im abgelaufenen Quartal mehr als verdoppelt hat.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/BRYAN R. SMITH

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