
von
"Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden", sagte Trump. "Sie wollen einen Deal machen" - und zwar unbedingt, sagte er. Eine entsprechende öffentliche Äußerung aus dem Iran gab es zunächst nicht.
Der Dow Jones Industrial verbesserte sich zum Sitzungsende um 0,63 Prozent auf 48.218 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite steigerte sich um 1,23 Prozent auf 23.184 Einheiten und für den breiter gefassten S&P-500 ging es um 1,02 Prozent auf 6.886 Punkte aufwärts.
Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran waren am frühen Sonntag ohne Einigung zu Ende gegangen. In Pakistan, Schauplatz der Verhandlungen am Wochenende, mehrten sich zuletzt wieder Gerüchte über neue Gespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. "Die Diplomatie ist noch nicht tot", sagte ein pakistanischer Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur.
In Reaktion auf die erst einmal abgebrochenen Nahost-Gespräche hatte US-Präsident Trump zuvor eine Seeblockade der Straße von Hormus angekündigt, die seit diesem Montag in Kraft ist. Die US-Marine werde alle Schiffe blockieren, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen, drohte Trump. Die Vereinigten Staaten wollen damit verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden.
Entsprechend legten zu Wochenbeginn die Ölpreise wieder zu. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni kletterte im Frühhandel wieder klar über die Marke von 100 Dollar, rutschte zuletzt aber wieder unter diesen Bereich.
Unter den Einzelwerten hat Goldman Sachs im ersten Quartal einen überraschend starken Gewinnsprung erzielt. Analysten bemängelten aber, dass die Erträge im Handel mit festverzinslichen Papieren, Währungen und Rohstoffen um zehn Prozent gefallen sind. Die Goldman-Aktien knickten am Dow-Ende um 1,9 Prozent ein.
Für die Titel von Nike ging es nach Verlaufsverlusten um 0,7 Prozent auf 42,91 Dollar nach oben. Zuvor hatte die britische Großbank HSBC die Aktie des Sportartikelkonzerns von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 90 auf 48 US-Dollar nahezu halbiert.
Die Anteilsscheine von Childrens Place büßten satte 28 Prozent ein, nachdem der Kindermodehändler mitgeteilt hatte, dass sich der Verlust je Aktie im abgelaufenen Quartal mehr als verdoppelt hat.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU