US-Arbeitsmarkt belebt sich im Jänner kräftig

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Arbeitslosenquote sinkt überraschend auf 4,3 Prozent
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Der US-Arbeitsmarkt hat sich zu Jahresbeginn überraschend kräftig belebt. Im Jänner kamen 130.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft hinzu, wie aus dem am Mittwoch vorgelegten Bericht der US-Regierung hervorgeht. Von Reuters befragte Experten hatten nur einen Stellenzuwachs von 70.000 Stellen erwartet, nach revidiert 48.000 im Dezember. Die Arbeitslosenquote sank im Jänner auf 4,3 Prozent, nach 4,4 Prozent im Dezember.

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Die überraschend positiv ausgefallenen Daten dämpften Erwartungen an eine rasche Lockerung der Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Händler rechnen jedoch weiterhin mit einer Leitzinssenkung im Juni.

Für die US-Notenbank sind die Arbeitsmarktdaten eine wichtige Orientierungsmarke. Sie hat den Leitzins zuletzt nach drei Senkungen in Folge in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gehalten. "Der US-Arbeitsmarkt präsentiert sich im Jänner überraschend dynamisch", sagte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. Fed-Chef Jerome Powell habe zuletzt von Abwärtsrisiken am US-Arbeitsmarkt gesprochen: "Mit dem heutigen Zahlenwerk dürfte dieser Wortlaut als überholt gelten." Powell dürfte sich aus Sicht des Experten aber dennoch in seiner vorsichtigen Haltung hinsichtlich weiterer Zinssenkungen bestätigt fühlen: "Der Jänner-Arbeitsmarkt gibt jedenfalls keinen Anlass für eine rasche geldpolitische Lockerung."

Interessant seien dieses Mal auch die Revisionen der Vergangenheitswerte. "Vor allem die von neu gegründeten Unternehmen geschaffenen Stellen werden dabei häufig deutlich überschätzt. Die Beschäftigung wurde per 1. März 2025 um knapp 900.000 Stellen nach unten revidiert", erläuterte Gitzel.

Die revidierten Beschäftigungsdaten zeigen laut dem Ökonomen Bastian Hepperle von Hauck Aufhäuser Lampe klar, dass das Beschäftigungswachstum 2025 deutlich schwächer war als bisher bekannt. "Im Trend dürfte demnach eine abgeschwächte Beschäftigungsdynamik bevorstehen." Immerhin sei es bisher nicht zu Entlassungen im größeren Stil gekommen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften schwäche sich zwar ab, zugleich drängten wegen der restriktiven Einwanderungspolitik aber weniger Arbeitskräfte neu auf den Markt. Das halte die Arbeitslosenquote einigermaßen stabil.

Der Jobmarktbericht ließ Anleger beim Dollar und bei US-Aktien zugreifen. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen abbildet, rückte leicht vor und lag bei 97,017 Punkten. Der Euro gab im Gegenzug in etwa genauso stark nach und lag bei 1,1868 Dollar.

Die Futures für die wichtigsten US-Indizes bauten ihre knappen Gewinne aus und notierten jeweils rund ein halbes Prozent im Plus. Aus den Depots flogen hingegen US-Staatsanleihen. Die Rendite zehnjähriger Bonds stieg im Gegenzug zum fallenden Kurs auf 4,200 von zuvor 4,125 Prozent.

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