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In Österreich sind vor allem der Handelskonzern Spar, aber auch Banken wie Raiffeisen und Erste Group sowie Versicherungen von den unter dem ehemaligen Premier Viktor Orbán eingeführten Abgaben betroffen. Für die UNIQA ist Ungarn ein Kernmarkt, der sich zuletzt "sehr gut" entwickelt habe, betonte Brandstetter. Im vergangenen Jahr seien die Prämien dort bei über 330 Mio. Euro gelegen, die Sondersteuer mache jährlich einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag aus.
Für Bewegung in der Sache sei angesichts der ungarischen Budgetsituation allerdings Geduld gefragt, so der Manager weiter. Magyar selbst hatte zuletzt in Wien neben Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) auf die knappen Staatskassen seines Landes verwiesen, aber eingeräumt, dass man "auf lange Sicht über verschiedene Steuern sprechen" könne.
Weniger Auswirkungen auf die UNIQA hat der Iran-Krieg. Als Versicherer trete man in Nahost nicht auf, Staatsanleihen in der Region habe man vor einigen Wochen verkauft. Die negative Belastung daraus sei überschaubar gewesen, sagte Brandstetter. Man müsse nun aber sehen, wie sich der Krieg auf die Gesamtwirtschaft bzw. auf Inflation, Zinsen und Lieferketten auswirken werde. "Da ist es zu früh, um eine Prognose abzugeben."
Die zuletzt vergleichsweise äußerst geringen Schäden aus Naturkatastrophen bezeichnete der UNIQA-Chef als "Anomalie", das Jahr 2025 in dieser Hinsicht als "trügerische Erholungspause". "Ich will jetzt nicht die Kassandra (Figur aus der griechischen Mythologie, Anm.) spielen, aber ich bin mir sehr sicher, dass von allen globalen Trends, die wir gerade erleben, der Kampf gegen den Klimawandel neben der Künstlichen Intelligenz das große Thema sein wird." Für die Industrie bedeute das steigende Belastungen aus Naturkatastrophen.
Erfreut zeigt sich Brandstetter über die Zahlen zum ersten Quartal. Die verrechneten Prämien stiegen um 14,4 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Steuern legte um 5,9 Prozent auf 160 Mio. Euro zu. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen.