EVN mit buchhalterischem Ergebnisplus im Halbjahr

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EVN machte im Halbjahr mehr Umsatz und Gewinn
 © Themenbild, Apa, HELMUT FOHRINGER
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Der niederösterreichische Versorger EVN hat in den ersten sechs Monaten des Wirtschaftsjahres 2025/26 bei Umsatz und Nettoergebnis zugelegt, teilte die EVN am Donnerstag mit. Der Umsatz stieg um 3,2 Prozent auf rund 1,79 Mrd. Euro, das Konzernergebnis um 24,7 Prozent auf 312,4 Mio. Euro. Allerdings führten vor allem außerordentliche Ereignisse zu einem buchhalterischen Ergebnisanstieg. Das Jahresergebnis wird im Rahmen der Prognose liegen.

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Zu den außerordentlichen Ereignissen zählte der Verkauf der Tochter WTE sowie der Kauf des Unternehmens Fiberplus im ersten Halbjahr. Das Betriebsergebnis (EBITDA) stieg um 7,9 Prozent auf 553,3 Mio. Euro, das operative Ergebnis (EBIT) um 8,2 Prozent auf 362,9 Millionen. Unterm Strich können sich die Aktionäre über einen um 24,7 Prozent höheren Gewinn je Aktie von 1,75 Euro freuen.

Mit dem Verkauf von Strom und Gas war die EVN wieder operativ positiv. Allerdings musste der Versorger für den neuen Sozialtarif Rückstellungen in Höhe von rund 13 Mio. Euro bilden, was das Ergebnis spürbar belastete.

Der Gaspreis gab im Schnitt etwas nach, da sich die Folgen des Iran-Krieges noch nicht im gesamten Berichtszeitraum auswirkten. Dieser Entwicklung folgten auch die Marktpreise für Strom. Allerdings beeinflusste auch die Einspeisung von erneuerbarem Strom und hier vor allem aus Photovoltaikanlagen den Strompreis deutlich.

Die Stromerzeugung der EVN lag in den ersten sechs Monaten mit 1.502 GWh um 6,7 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Davon entfielen 1.209 GWh auf erneuerbare Energie. Ungünstige Bedingungen für Wind- und Wasserkraft konnten durch Kapazitätserweiterungen bei Windkraft und Photovoltaik großteils ausgeglichen werden.

Die Erlöse aus der erneuerbaren Erzeugung gingen jedoch um 20 Prozent zurück. Denn die Erzeugungskoeffizienten für Wind und Wasser lagen in allen Kernmärkten des Versorgers deutlich unter dem Vorjahresniveau und dem langjährigen Durchschnitt. In Nordmazedonien lag die Wasserführung jedoch deutlich über dem langjährigen Durchschnittswert.

Besser entwickelten sich die Netzerlöse, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent stiegen. Die EVN Wärme wies aufgrund des kalten Winters einen um 12 Prozent höheren Absatz aus. Aber auch das Südosteuropageschäft hat sich nach einem regulatorischen Ausgleichsjahr deutlich verbessert, teilte die EVN weiters mit.

In Österreich und Nordmazedonien stieg der temperaturbedingte Heizbedarf wegen eines kälteren Winters deutlich. In Bulgarien war der Winter im Vergleich zum Jahr davor hingegen milder.

Der Ergebnisanteil der Beteiligungen ging um 10,2 Prozent auf 68,0 Mio. Euro zurück. Nach einem hohen Ergebnis im Vorjahreszeitraum fiel das Ergebnis der RAG diesmal deutlich schwächer aus. Aber auch die Burgenland Energie sowie die Verbund Innkraftwerke wiesen schwächere Zahlen aus.

Bis zum Jahr 2030 will die EVN jährlich eine Milliarde Euro investieren, 80 Prozent davon sollen nach Niederösterreich fließen. So wurden zwei weitere Windparks in Gnadendorf und in Ebenfurth in Betrieb genommen. Auch eine Photovoltaikanlage in Gaweinstal, an der die EVN beteiligt ist, wurde erfolgreich fertiggestellt. Drei weitere Windparks sowie eine Photovoltaikanlage werden derzeit errichtet. Großbatteriespeicher in Theiß und in Dürnrohr sind ebenfalls im Bau.

Im Berichtszeitraum einigte sich die EVN zudem mit Avia, bei Avia-Tankstellen österreichweit moderne Schnellladestationen zu errichten.

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