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Der Daten- und Nachrichtenanbieter Thomson Reuters hat im vierten Quartal dank guter Geschäfte in den Sparten Recht, Steuern und Unternehmen mehr umgesetzt. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 2 Mrd. Dollar (1,7 Mrd. Euro), teilte der Konzern am Donnerstag mit. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,07 Dollar - über den Analystenschätzungen von 1,06 Dollar. Für 2026 erwartet das Unternehmen, zu dem auch die Nachrichtenagentur Reuters gehört, ein Umsatzwachstum von 7,5 bis 8 Prozent.
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Überschattet werden die Zahlen von Sorgen der Anleger über eine mögliche Bedrohung des Geschäftsmodells durch neue Anbieter von Künstlicher Intelligenz. Die Aktie war am Dienstag im Zuge eines breiten Ausverkaufs im Software-, Daten- und Dienstleistungsbereich um fast 18 Prozent gefallen. Hintergrund sind Befürchtungen über die wachsende Konkurrenz durch KI-Neulinge wie Anthropic. Der Entwickler des Chatbots Claude hatte ein juristisches Plugin für sein Tool Claude Cowork vorgestellt. Dieses kann unter anderem juristische Dokumente prüfen und Schriftsätze erstellen - zentrale Tätigkeitsfelder im Geschäft von Thomson Reuters.