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Bereinigt um den Rückzug aus dem margenschwachen Getreidehandel, der den Umsatz um rund 1 Mrd. Dollar reduzierte, ergab sich jedoch ein Wachstum von 2 Prozent. Rückenwind kam aus dem Pflanzenschutzgeschäft, wo höhere Absatzvolumen und Innovationen das Wachstum stützten. Strategisch setzte Syngenta 2025 verstärkt auf margenstärkere Geschäftsfelder, digitale Technologien und Künstliche Intelligenz sowie den Ausbau des wachstumsstarken Biologicals-Geschäfts.
Der operative Gewinn auf Stufe EBITDA stieg um 13 Prozent auf 4,4 Mrd. Dollar, bei konstanten Wechselkursen sogar um 17 Prozent. Die EBITDA-Marge verbesserte sich um 1,9 Prozentpunkte auf 15,4 Prozent. Haupttreiber für die Verbesserungen waren ein profitablerer Produktmix, Kostendisziplin und strategische Portfolioanpassungen, wie das Unternehmen schrieb.
Zwischen den Geschäftsbereichen zeigte sich ein gemischtes Bild: Der Bereich Crop Protection wuchs um 4 Prozent auf 13,7 Mrd. Dollar und profitierte von Innovationen und Lageraufstockungen bei Händlern. Die Saatgutsparte legte um 2 Prozent auf 4,8 Mrd. zu.
Dagegen sank der Umsatz bei Syngenta Group China um 10 Prozent auf 8,3 Mrd. Dollar, vor allem wegen des Rückbaus des Getreidehandels. Die Generika-Tochter Adama stagnierte bei 4,1 Mrd. Dollar in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld.
Zudem meldete der Konzern Veränderungen im Topmanagement: Nelson Jiang übernahm per März 2026 die Position des Finanzchefs, während sein Vorgänger Hengde Qin neu als Chief Operating Officer die operative Umsetzung der Strategie verantwortet.
Die Syngenta Group mit Sitz in der Schweiz ist in chinesischem Eigentum. Sie umfasst die Geschäftseinheiten Syngenta Crop Protection mit Sitz in der Schweiz, Syngenta Seeds mit Sitz in den USA, Adama mit Sitz in Israel und Syngenta Group China. Die Syngenta AG war 2015 von Chemchina übernommen worden.
MUTTENZ - SCHWEIZ: FOTO: APA/APA/AFP/FABRICE COFFRINI