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Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten um 40 Prozent auf zwei Mrd. Franken (2,14 Mrd. Euro), wie Stadler Rail am Mittwoch in einer Aussendung bekannt gab. Hauptgrund dafür sei die Auslieferung zahlreicher Fahrzeuge im ersten Halbjahr 2026 und die hohe Produktionsleistung im Vorjahr. Eine Belastung war dagegen der starke Franken, der den Umsatz um 30 Mio. schmälerte.
Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte auf 79,5 Mio. Franken. Damit hat er sich im Vergleich zum Vorjahr (36,9 Mio. Franken) mehr als verdoppelt. Die operative Marge verbesserte sich auf 4,0 Prozent nach 2,6 Prozent vor einem Jahr.
Im Vorjahreszeitraum hatte Stadler noch unter den Folgen der Unwetter von 2024 gelitten, welche die Produktion in den Werken von Stadler und von wichtigen Zulieferern im Wallis, in Spanien und Österreich gestört hatten.
Dagegen legte der Reingewinn nur leicht auf 31,2 Mio. Franken zu nach 30,9 Mio. im Vorjahr. Der im Vergleich zum EBIT tiefere Anstieg des Konzernergebnisses sei im Wesentlichen auf den Wegfall eines einmaligen positiven Währungseffekts im Ergebnis der Vorperiode von rund 20 Mio. Franken zurückzuführen, schrieb Stadler weiter.
Im ersten Halbjahr 2026 sind Währungseffekte aus der Bewertung von Bilanzpositionen dagegen negativ ausgefallen. Zudem seien die Kosten für Bankgarantien sowie die Zins- und Steueraufwendungen gegenüber der Vergleichsperiode gestiegen.
Noch immer wirke sich die Umweltkatastrophe in Valencia vom Oktober 2024 negativ auf das Ergebnis aus. Stadler konnte allerdings mit einem Aufholprogramm die Lieferketten inzwischen weitgehend stabilisieren, Produktionsprozesse anpassen und neue Zulieferer gewinnen. "Die im Zuge der massiven Überschwemmung entstandenen Folgen auf die Kosten und Rückstände bei der Auslieferung von Fahrzeugen werden jedoch bis ins Jahr 2027 spürbar bleiben", schrieb der Konzern.
Gleichzeitig holte der Konzern wieder eine Reihe von neuen Aufträgen herein. Der Auftragseingang stieg auf 2,7 Mrd. Franken. Das ist eine Milliarde mehr als im Vorjahressemester. Damit schwollen die Auftragspolster auf 33,3 Mrd. Franken an. Das sei ein Rekord, hieß es.
Mit den Zahlen hat Stadler die Erwartungen der Analysten bei den Auftragseingängen, Umsatz, EBIT und Marge weit übertroffen. Einzig der Reingewinn blieb deutlich unter den Schätzungen der Experten.
An den Zielen für das Gesamtjahr 2026 hielt Stadler fest. So peilt der Konzern einen Umsatz von deutlich über 5 Mrd. Franken an. Dank starkem Auftragsbestand, erhöhtem Produktionsoutput und dem in Deutschland eingeleiteten Effizienzprogramm wird eine EBIT-Marge von über 5 Prozent erwartet. Zudem rechnet Stadler 2026 mit Investitionen von rund 250 Mio. Franken.
Auch an den Mittelfristzielen hielt der Konzern fest: Bei stabilen Lieferketten will Stadler die EBIT-Marge auf 6 bis 8 Prozent verbessern bei einem konstanten Umsatz von über 5 Mrd. Franken.