Gerresheimer-Interimschef nimmt den Hut

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Aktie verlor vorbörslich rund neun Prozent
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Knapp ein Jahr nach seiner Rückkehr als Vorstandschef nimmt Uwe Röhrhoff beim Verpackungshersteller Gerresheimer vorzeitig den Hut. Die Nachricht sorgte am Dienstag an der Börse für einen Kursrutsch. Die Papiere verloren vorbörslich rund neun Prozent. Röhrhoff habe sein Mandat auf eigenen Wunsch beendet, teilte Gerresheimer mit. Seine Aufgaben übernähmen bis auf weiteres die beiden Vorstände Wolf Lehmann und Achim Schalk. Röhrhoffs Vertrag lief ursprünglich bis Oktober 2026.

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Als Gerresheimer im vergangenen Jahr ins Visier der Finanzaufsicht BaFin geraten war, musste Vorstandschef Dietmar Siemsen gehen und sein Vor-Vorgänger Röhrhoff übernahm das Ruder interimistisch. Die BaFin hatte gerügt, dass Gerresheimer 2024 Umsätze vorzeitig verbucht hatte, obwohl die Waren noch nicht ausgeliefert worden waren. Das hatte den Traditionskonzern ins Wanken gebracht.

In seiner Amtszeit sei es Röhrhoff gelungen, das Unternehmen zu stabilisieren, betonte nun Aufsichtsratschef Axel Herberg. Dazu zähle der Ende Juli unterzeichnete Vertrag zum Verkauf der US-Tochter Centor und des Geschäfts mit Kunststoff-Primärverpackungen. Mit dem Verkauf könne Gerresheimer seinen Verschuldungsgrad erheblich senken. Gleichzeitig kündigte der Konzern an, am 27. August die Bilanz zum ersten Quartal 2026 zu veröffentlichen.

DÜSSELDORF - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/Gerresheimer AG

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