
von
Der Börsenkurs von SK Hynix brach am Mittwoch zeitweise um rund 18 Prozent ein - schon am Dienstag hatte die Aktie des Chipherstellers deutliche Kursverluste verzeichnet. Die Samsung-Aktie gab zeitweilig um mehr als zwölf Prozent nach. Der Kospi beendete den Handelstag später mit sechs Prozent im Minus, SK Hynix und Samsung halbierten ihre Verluste.
Zuvor hatte SK Hynix für den Zeitraum von April bis Juni einen rekordträchtigen Gewinnsprung von 1.242 Prozent gemeldet. "Wegen des verschärften Wettbewerbs unter den Herstellern von Speicherchips und der Befürchtungen einer Überproduktion fallen die Aktien dieser Konzerne, und dieser Druck greift auch auf andere KI-bezogene Titel über", erklärten Analysten von Tokai Tokyo Intelligence.
Weltweit blieb der Sektor angespannt - auch an der Wall Street in New York. XTB-Analystin Kathleen Brooks erklärte, die für den Aufbau einer KI-Infrastruktur notwendigen Summen stiegen immer weiter an, "was die Befürchtungen vor einer Spekulationsblase schürt". Zudem schwinde die Geduld der Investoren mit Blick auf die Rentabilität dieser Investitionen.
Außerdem entwickle sich China zu einer Bedrohung für die US-Dominanz im KI-Sektor, fuhr Brooks fort. "Die chinesische Konkurrenz stellt einen weiteren Schlüsselfaktor für die Volatilität dar."
In diesem Zusammenhang blicken Investoren vor allem auf die Quartalszahlen der US-Techriesen: Am Mittwoch geben Microsoft und Meta ihre Ergebnisse bekannt, am Donnerstag Apple und Amazon. Auch der südkoreanische Konzern Samsung veröffentlicht seine Quartalszahlen am Donnerstag.