BASF-Stammwerk schrumpft: Tiefster Stand seit 1954

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Das Stammwerk in Ludwigshafen
 © APA/APA/AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV
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BASF drückt beim Konzernumbau aufs Tempo und hat die Belegschaft an ihrem deutschen Stammsitz in Ludwigshafen auf den niedrigsten Stand seit mehr als 70 Jahren verkleinert. Erstmals seit 1954 sei die Zahl der Vollzeitstellen im Mai auf unter 30.000 gesunken, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. "Wir haben das Tempo noch einmal erhöht, um unsere Organisation schlanker und effizienter aufzustellen", erklärte Konzernchef Markus Kamieth.

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Allein im ersten Halbjahr 2026 habe BASF mehr Stellen abgebaut als in den beiden Vorjahren zusammen. Weltweit verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter seit Jänner 2024 um rund 7.000. Im Tagesgeschäft profitierte BASF im abgelaufenen Quartal von einer anziehenden Nachfrage und kräftigen Preiserhöhungen. Diese Entwicklung ist auch auf die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zurückzuführen: Lieferunterbrechungen in der Region veranlassten Kunden dazu, aus Sorge vor Engpässen ihre Lager aufzufüllen. Dies habe die Auslastung der Anlagen in Ludwigshafen verbessert.

Bereits Mitte Juli hatte BASF bei der Vorlage vorläufiger Zahlen und einer Anhebung der Jahresziele darauf verwiesen, dass die weitere Entwicklung der Weltkonjunktur stark von der Lage am Persischen Golf abhänge. Eine anhaltende Schließung der Straße von Hormuz würde die Wirtschaft belasten, während eine schnelle Einigung der Konjunktur Rückenwind verleihen könnte.

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