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Der konzernweite Nettogewinn stieg um 17 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar, obwohl die Bank statt der Steuergutschrift im Vorjahr nun eine Steuerbelastung verbuchte. Damit übertraf das Institut die Analystenerwartungen. Einer vom Unternehmen selbst erhobenen Umfrage zufolge hatten die Experten einen Nettogewinn von 2,39 Milliarden Dollar geschätzt.
Vom guten Geschäftsgang sollen auch die Aktionäre profitieren. In den kommenden drei Monaten will der Konzern eigene Titel im Volumen von mindestens einer Milliarde Dollar zurückkaufen. Bis Mitte 2027 peilt der Konzern Rückkäufe von insgesamt drei Milliarden Dollar an.
Wie viele Aktien die Bank tatsächlich erwirbt, hängt auch davon ab, wie streng die neuen Kapitalvorgaben in der Schweiz ausfallen. Um einen Kollaps wie bei der schließlich von UBS übernommenen Credit Suisse zu verhindern, will die Regierung als Teil eines Maßnahmenpakets die Kapitalanforderungen für die einzige verbliebene Großbank des Landes um 20 Milliarden Dollar hinaufschrauben. Die UBS lehnt den Vorschlag entschieden ab. Die endgültigen Regeln legt das Schweizer Parlament fest, eine Entscheidung wird frühestens gegen Ende des Jahres erwartet. Abgeordnete der meisten Parteien teilen die Bedenken der UBS. Sie befürchten einen Rückschlag für den Schweizer Finanzplatz und die Wirtschaft, wenn die Bank zu sehr belastet wird.
"Von Anfang an habe ich deutlich gemacht, dass die Übernahme der Credit Suisse nicht ein Geschenk an uns war, sondern eher ein Pokal, den wir uns erst verdienen mussten", erklärte Konzernchef Sergio Ermotti. Die Integration habe eine Menge harter Arbeit erfordert. "Nun zahlen sich diese Anstrengungen aus." Die UBS sei auf Kurs, das bereinigte Eigenkapital-Renditeziel von 15 Prozent für Ende 2026 zu übertreffen. Im zweiten Quartal kam die Bank hier auf 15,4 Prozent. 2028 sollen dann früheren Angaben zufolge selbst ohne Bereinigungen 18 Prozent erreicht werden.
Die Integration soll zum Jahresende weitgehend abgeschlossen werden. Der beispiellose Zusammenschluss von zwei global systemrelevanten Banken rechnet sich nur, wenn die Ausgaben gekappt werden. Ein großer Teil der Einsparungen kommt dabei von Stellenstreichungen, Zehntausende Jobs könnten Experten zufolge insgesamt verloren gehen. Im Berichtsquartal sank der Personalbestand auf 99.085 und damit erstmals seit dem Zusammenschluss unter die Marke von 100.000.