
von
Am Mittwochvormittag kam dann ein freiwilliges Übernahmeangebot des Mehrheitsaktionärs B&C Holding Österreich. Dieser möchte sämtliche ausstehende Aktien der Semperit, die rund 41,52 Prozent des Grundkapitals der Semperit entsprechen. Der Angebotspreis beträgt 15,00 Euro je Aktie in bar, dies entspreche einer Prämie von rund 25 Prozent auf den Schlusskurs der Semperit-Aktie vom 17. März 2026, teilte B&C mit. Das Angebot unterliegt keiner Mindestannahmeschwelle. Die B&C-Gruppe hält derzeit rund 58,48 Prozent des Grundkapitals der Semperit.
Der Umsatz von Semperit ging 2025 leicht um 2,1 Prozent auf 662,4 Mio. Euro zurück. Das ausgewiesene Betriebsergebnis (EBIT) brach um knapp 27 Prozent auf 25,6 Mio. Euro ein. Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch Wertminderungen in Höhe von 3,3 Mio. Euro auf den Kundenstock im Bereich Flüssigsilikon (LSR). Zusätzlich drückten negative Währungseffekte von 4,5 Mio. Euro infolge eines schwächeren US-Dollars auf das Finanzergebnis.
Um die finanzielle Basis für künftige Wachstums- und Innovationsprojekte zu stärken, plant der Vorstand die Aussetzung der Dividende. Für das Jahr 2024 waren noch 0,50 Euro je Aktie ausgeschüttet worden. Einen Lichtblick gab es beim operativen Ergebnis (EBITDA) vor Projektkosten: Dieses sank zwar um 3,2 Prozent auf 83,6 Mio. Euro, übertraf damit aber die Erwartungen und die eigene Prognose. Im zweiten Halbjahr habe das Unternehmen zudem deutlich an operativer Dynamik gewonnen.
Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management der Semperit mit einer Rückkehr auf den Wachstumskurs. Das operative EBITDA soll auf rund 95 Mio. Euro steigen und der Umsatz im höheren einstelligen Prozentbereich zulegen.