
von
Der Umsatz des im ATX der Wiener Börse notierten Konzerns schrumpfte im abgelaufenen Jahr um 18,8 Prozent auf 455,3 Mio. Euro (2024: 560,4 Mio. Euro). Als Hauptgrund nannte SBO am Donnerstag die reduzierte Investitionstätigkeit der Kunden. Diese sei durch ein Überangebot am Ölmarkt, handelspolitische Unsicherheiten durch neue Zölle und einen niedrigen Ölpreis ausgelöst worden. Das Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich von 70,1 auf 38,5 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging von 101,9 auf 71,0 Mio. Euro zurück.
Die Zurückhaltung der Kunden traf insbesondere die Division Precision Technology (PT), während sich das Geschäft in der Sparte Energy Equipment (EE) stabiler entwickelte. Der gesamte Auftragseingang sank von 483,7 auf 406,3 Mio. Euro. Um der Abhängigkeit von zyklischen Schwankungen im Öl- und Gassektor entgegenzuwirken, treibt SBO die strategische Diversifizierung voran. Dabei setzt das Unternehmen auf technologische Lösungen für Geothermie sowie Helium- und Lithium-Projekte und hat mit der Übernahme von 3T Additive Manufacturing seine Position im 3D-Metalldruck gestärkt.
Trotz des Ertragsrückgangs verweist SBO auf eine solide Bilanzstruktur: Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei 47,2 Prozent (2024: 50,0 Prozent), die liquiden Mittel beliefen sich auf 281,5 Mio. Euro. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit ging leicht von 1.596 auf 1.539 zurück.
Für das Jahr 2026 erwartet das Management weiterhin ein schwieriges Marktumfeld aufgrund volatiler Ölpreise und der Kriege im Nahen Osten. Mehrere große Kunden würden 2026 als "Übergangsjahr" sehen, deshalb erwarte man im ersten Halbjahr in der PT-Sparte (Precision Technology) noch ein verhaltenes Umsatzniveau. In der EE-Division (Energy Equipment) sieht SBO hingegen Wachstumschancen durch eine fortschreitende Internationalisierung, unterstützt durch lokale Fertigungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA.