OECD hebt BIP-Prognose an - Iran-Krieg unberücksichtigt

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Heuer Wachstum von 1,1 Prozent erwartet
 © dpa-Zentralbild, Britta Pedersen, APA
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Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist wieder etwas optimistischer, was das Wirtschaftswachstum in Österreich angeht. Noch nicht miteinbezogen in die Prognose sind die Auswirkungen des Ende Februar ausgebrochenen Iran-Kriegs. In dem Länderbericht geht die OECD für 2026 von einem Plus des heimischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,1 Prozent aus. Im Dezember hatte sie noch 0,9 Prozent prognostiziert.

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Für 2027 rechnet die Organisation mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent in Österreich. Die Haushaltsausgaben würden durch steigende Einkommen, nachlassende Inflation und eine stabile Arbeitsmarktlage unterstützt. Bessere Finanzierungskonditionen würden zudem Investitionen stützen und die Exporte von einer wirtschaftlichen Erholung in Deutschland profitieren. Einen Strich durch die Rechnung machen könnten geopolitische Spannungen, eine verschärfte Konkurrenz aus China und - wie zuletzt beobachtet - wieder anziehende Energiepreise. Um die Wirtschaft anzukurbeln, sollten Steuern auf Arbeit gesenkt werden, kompensiert durch Vermögens- und Erbschaftssteuern.

Raum für Verbesserung sieht die OECD bei der Digitalisierung der österreichischen Wirtschaft, die durch eine geringe Deckung mit schnellem Breitbandzugang und Mängeln bei digitalem Fachwissen in der Bevölkerung beeinträchtigt wird. Zudem gebe es in vielen Sektoren eine zu hohe Marktkonzentration. Eine weitere Baustelle seien die stark gestiegenen Wohnkosten. Hier schlägt die OECD vor, den sozialen und gemeinnützigen Wohnbau zielgerichteter zu gestalten und die Mieten für diejenigen, die den sozialen Kriterien nicht mehr entsprechen, zu erhöhen. Weiters sollen Leerstandsabgaben und höhere Steuern auf ungenutztem Bauland zu mehr Angebot führen.

Mit Blick auf die Alterung der Gesellschaft wird eine Anpassung des gesetzlichen Pensionsalters an die Lebenserwartung empfohlen. Zudem soll bei der Indexierung von Pensionen an die Teuerungsrate verstärkt zwischen niedrigeren und höheren Pensionen unterschieden werden. Auch der Zugang zur Frühpension soll restriktiver werden. Weiters sollten Lohnstrukturen gefördert werden, die eher Produktivität und Aufgaben widerspiegeln als die Seniorität. Ein Ausbau der leistbaren Kinderbetreuung, geteilte Elternkarenz sowie Änderungen bei der Besteuerung von Paaren sollen die Arbeitsmarktteilnahme von Frauen fördern.

BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa-Zentralbild/Britta Pedersen

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