Rosenbauer mit Gewinnsprung 2025 und guter Auslastung 2026

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Rosenbauer hat 2025 deutlich mehr Gewinn eingefahren
 © Themenbild, Apa, HELMUT FOHRINGER
©Themenbild, Apa, HELMUT FOHRINGER
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster Rosenbauer blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2025 zurück und freut sich über eine gute Auslastung heuer. Das Periodenergebnis stieg 2025 um 82,2 Prozent auf 54,3 Mio. Euro, der Gewinn vor Steuern verdoppelte sich auf 54,7 Mio. Euro und die Ebit-Marge betrug 5,9 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich von 1,31 Mrd. Euro auf 1,43 Mrd. Euro. Für 2026 wird ein Umsatz von 1,6 Mrd. Euro und eine EBIT-Marge von über 6 Prozent angestrebt.

von

Von den Turbulenzen rund um die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump und dessen Krieg gegen den Iran ist der Feuerwehrausrüster nach Eigenangaben kaum betroffen. Das börsennotierte Unternehmen produziert in den USA für den dortigen Markt und der Nahe Osten mache lediglich unter fünf Prozent des Gesamtgeschäftes aus. Gleichzeitig würde in den Ländern dieser Region mehr in Zivilschutz investiert. Rund 50 Prozent des Umsatzes erzielt das Leondinger Unternehmen außerhalb Europas.

Während Mitbewerber im Bereich Fahrzeugausrüstung auf den boomenden Rüstungsmarkt aufspringen, ist das für Rosenbauer kein Thema. Die Philosophie des Hauses sei "schützen und retten". "Das ist der Kernwert von Rosenbauer, davon gehen wir nicht ab", so Konzernchef Robert Ottel am Freitag bei der Jahrespressekonferenz. Gerade diese Positionierung als Zivilschutzunternehmen erleichtere auch die Mitarbeitersuche, viele der Beschäftigten seien Feuerwehrfrauen und -männer. Im Vorjahr hat Rosenbauer 100 neue Jobs in Österreich geschaffen.

"Gemeinsam haben wir uns ein Rekordjahr erarbeitet", betonte Ottel in Richtung der gut 4.900 Beschäftigten. Finanzvorstand Jörg Schuschnig ergänzte, dass eine erhebliche Effizienzsteigerung und die Kapitalerhöhung im Vorjahr durch den neuen Kernaktionär Robau die finanzielle Basis deutlich gestärkt habe. Im Bereich vorbeugender Brandschutz gebe es allerdings noch Restrukturierungsbedarf. Der gesamte Auftragsbestand sei von rund 2,28 Mrd. Euro auf 2,35 Mrd. Euro angestiegen, der Auftragseingang lag dagegen mit 466,9 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 529,6 Mio. Euro.

Unterm Strich war 2025 jedenfalls das stärkste Jahr in der 160-jährigen Firmengeschichte, so Ottel, der seit dem Vorjahr den Weltmarktführer bei Feuerwehrausrüstungen leitet. "Der Rekordumsatz, die Verdoppelung des Ergebnisses vor Steuern und die Halbierung unserer Verschuldung zeigen unsere wiedergewonnene Stärke", betonte er. Finanzchef Schuschnig verwies auf die Eigenkapitalquote, die von 2024 auf 2025 von 16,6 Prozent auf 27,8 Prozent zugelegt hat. Die Nettoverschuldung sank indessen von 392,5 Mio. Euro auf 244,5 Mio. Euro.

Hintergrund dazu: Im Frühling 2025 war der Einstieg der Robau Beteiligungsverwaltungs GmbH rund um den Red-Bull-Erben Mark Mateschitz, den Industriellen Stefan Pierer sowie zwei der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich zuzuordnende Firmen inklusive Kapitalerhöhung besiegelt worden. Die Robau hält nach der Kapitalerhöhung nun 55 Prozent der Anteile, 17 Prozent entfallen auf die Gründerfamilie des Unternehmens.

Über die Autoren

Logo
trend. Abo

Holen Sie sich trend. jetzt im bequemen Jahresabo!