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Hauptgrund für den geringeren Umsatz war den Angaben zufolge der Wegfall von zwei Betriebsprojekten. In der südafrikanischen Provinz Gauteng endete der Betrieb des Mautsystems mit März 2025, in Belarus hatte Kapsch TrafficCom mit Jänner 2025 die Mehrheit an der dortigen Betriebsgesellschaft, die das landesweite Mautsystem betreibt, abgegeben. Allein dadurch habe sich der Umsatz um rund 80 Mio. Euro reduziert. Zusätzlich belasteten eine unerwartete Schwäche des globalen Mautmarktes sowie kundenverursachte Projektverzögerungen das Ergebnis.
Positiv wirkte sich eine vergleichsweise Einigung mit der Bundesrepublik Deutschland aus, die im ersten Quartal des Berichtszeitraumes zu einem Ergebniseffekt von 23 Mio. Euro führte. In Nordamerika bestätigte sich der Turnaround, der sich laut Unternehmen sowohl in höheren Ergebnisbeiträgen als auch in neuen Aufträgen niederschlug.
Im Mautsegment ging der Umsatz deutlich auf 295 Mio. Euro zurück, das EBIT erreichte in dem Segment 10 Mio. Euro. Dagegen gab das Segment Verkehrsmanagement nur leicht auf 135 Mio. Euro nach, das EBIT betrug hier minus 3 Mio. Euro.
Die bestehenden Errichtungs- und Betriebsprojekte entwickelten sich den Angaben zufolge gut, die kundenverursachten Projektverzögerungen sollten aus Sicht des Mautsystemanbieters noch im laufenden Geschäftsjahr aufgeholt werden. Zudem berichtete das Unternehmen von "erfreulichen Neuaufträgen". Der Auftragseingang erreichte im Berichtszeitraum rund 496 Mio. Euro, der Auftragsstand lag zum Jahresende bei 1,3 Mrd. Euro.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 erwartet das Management bei unverändert herausforderndem Marktumfeld sowohl beim Umsatz als auch beim EBIT eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Der vollständige Konzern- und Jahresfinanzbericht wird am 29. Juli 2026 veröffentlicht.
Kapsch TrafficCom beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in mehr als 25 Ländern tätig. Das Unternehmen ist im Prime Market der Wiener Börse notiert.