Rheinmetall startet Serienproduktion von Weltraumsatelliten

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Pro Jahr sollen etwa 50 Satelliten hergestellt werden
 © AFP, DANIEL KARMANN, Apa
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Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat die Serienproduktion von Weltraum-Satelliten begonnen. Man sei in Neuss (Nordrhein-Westfalen) in die industrielle Umsetzung übergegangen, so das Unternehmen am Dienstag. Es geht um SAR-Satelliten, die ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem finnischen Satellitenbetreiber Iceye fertigt. Die Synthetic-Aperture-Radar-Technologie liefert auch bei Nacht und bei schlechtem Wetter präzise Aufnahmen von Truppenbewegungen und Feindstellungen.

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Pro Jahr sollen in Neuss etwa 50 Satelliten hergestellt werden, Anfang 2027 soll der erste Neusser Satellit mit einer Trägerrakete von SpaceX in den Orbit gebracht werden und dort seine Bahnen ziehen. Die Aufnahmen werden an die Bundeswehr und andere Armeen verkauft. Rheinmetall und Iceye haben einen mehrjährigen Vertrag mit der Bundeswehr im Wert von 1,7 Milliarden Euro. Neu bekannt wurde, dass sich die Bundeswehr einen exklusiven Zugriff auf eine nicht genannte Anzahl von SAR-Satelliten gesichert hat, um möglichst schnell Aufnahmen zu bekommen.

Die Radaraufnahmen sollen besonders an der NATO-Ostflanke helfen, ein genaues Lagebild zu haben. Konkurrenten bei dem Satellitengeschäft sind Airbus Defence and Space und die Bremer Firma OHB. Mit den Satelliten erweitert Rheinmetall sein Produktportfolio weiter, neben dem klassischen Geschäft mit Artillerie, Panzern und Munition verkauft die Waffenschmiede inzwischen auch Schiffe und Flugzeug-Bauteile. Außerdem wird das Drohnengeschäft ausgebaut.

NUREMBERG - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL KARMANN

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