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"Für dieses Jahr haben wir bisher ein Wachstum von 0,8 Prozent des BIP erreicht. Wenn sich die Indikatoren entsprechend entwickeln, könnten wir uns einem Prozent nähern", sagte Giorgetti. Damit würde das Wachstum über den Prognosen der offiziellen Planungsdokumente liegen.
Der Minister aus den Reihen der Lega verwies zugleich auf das schwierige internationale Umfeld. Trotz der komplizierten Lage sei es der Regierung Meloni gelungen, "das Boot über Wasser zu halten", sagte der Minister. Die Regierung genieße inzwischen großes internationales Ansehen und werde im Ausland "viel mehr respektiert als im eigenen Land".
Mit Blick auf das europäische Defizitverfahren verwies Giorgetti auf den 22. September. An diesem Tag werde sich zeigen, ob Italien beim Budgetdefizit knapp über oder unter der Drei-Prozent-Grenze liege. Sollte das Defizit unter der Drei-Prozent-Marke gesunken sein, werde die EU das Defizitverfahren gegen Italien einstellen.
Giorgetti warnte zugleich vor wachsenden wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Herausforderungen. Die Welt sei "kompliziert", sagte er. Sorgen bereiteten insbesondere die Produktivität und die wirtschaftliche und damit auch nationale Sicherheit.
Zwischen Europa und den USA gebe es zudem eine "eklatante Lücke" bei Investitionen und Ersparnissen. "Europa transferiert Ersparnisse in die USA, die diese dann investieren", sagte Giorgetti. Zu den wichtigsten Herausforderungen zählte er den Zugang zu Rohstoffen, die Industrie, die Verteidigung und die Künstliche Intelligenz. Gerade bei der Künstlichen Intelligenz sei Europa weit zurück. "Die Europäer sind dort völlig abwesend", sagte Giorgetti. Die USA könnten dagegen "irgendwie mit China mithalten".
ROME - ITALIEN: FOTO: APA/APA/AFP/ANDREAS SOLARO
TO GO WITH A STORY BY DARIO THUBURN