
von
Während gesetzliche Vorgaben die Entwicklung in den Aufsichtsräten deutlich beschleunigen und 174 von 524 Mandaten (33,1 Prozent) weiblich besetzt sind, steigt der Frauenanteil in den Vorständen ohne Quotenvorschriften deutlich langsamer, geht weiters aus dem am Dienstag veröffentlichten "EY Mixed Leadership Barometer Österreich" mit Stichtag 1. September 2026 hervor. Neue Vorgaben erhöhen für Aufsichtsratsbesetzungen zudem den Handlungsdruck. Denn seit 30. Juni 2026 gilt für neu gewählte oder entsandte Aufsichtsratsmandate börsennotierter Gesellschaften eine 40-Prozent-Zielgröße, die schrittweise bei Neubesetzungen umgesetzt werden muss.
Bei den Vorständen lag der Frauenanteil zum Jahresanfang 2026 mit 14,4 Prozent etwas tiefer als aktuell. Gegenüber Juli 2015, als lediglich sieben von 169 Vorstandsmitgliedern Frauen waren, hat sich die Quote aber auch mehr als verdreifacht. "Der neue Höchstwert darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Frauen in der operativen Unternehmensführung weiterhin klar unterrepräsentiert sind", schreibt EY in seiner Analyse.
++ HANDOUT ++ ZU APA0202 VOM 10.4.2026 - Der teilstaatliche Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV soll künftig von der Irin Emma Delaney geführt werden. Der Präsidial- und Nominierungsausschuss der OMV hat die bisherige BP-Managerin am Freitag, 10. April 2026 als neue CEO vorgeschlagen. Im Bild: Die neue OMV Chefin Emma Delaney.